Probe Max Mutzke

Ich will mal vorweg anmerken, dass mir beim ersten Anhören gleich nach der Veröffentlichung die Lieder ganz gut gefallen haben, ich war angenehm überrascht. Aber schon damals hatte ich nicht auf Anhieb sagen können, ob da wirklich etwas ESC-Geeignetes dabei ist. Seither habe ich bewusst die Songs kaum noch gehört, um mir nicht das eine oder andere schönzuhören. Das einzige Lied allerdings, das mir direkt im Ohr blieb, ist Marie Reims „Naiv“ – eingängiger Schlager halt. Ich finde gut, dass ein typischer deutscher Schlager mit im Angebot ist.

Eine Gesamtbewertung will ich aber erst abgeben, wenn ich alle  Acts live auf der Bühne gesehen und gehört habe.

Es beginnt mit Max Mutzke. Max steht ganz in Schwarz mit Hut auf der Bühne vor knallrotem Hintergrund, auf dem in Schwarz seine Silhouette und der Schriftzug „Forever Strong“ eingeblendet wird. Gesanglich ist das top, wie zu erwarten. Und auf der Bühne macht das schon viel mehr Eindruck, als den doch insgesamt ein wenig eintönigen Song nur zu hören.

Elvira gibt mir da völlig recht.

Im letzten Durchlauf gab es dann noch „ein bisschen“ Pyro. WIrklich nur „ein bisschen“. 

Wir hatten gerade so einen „Andreas-Kümmert-Effekt“. Es wird schon seinen Grund haben, warum Max als Letzter an den Start geht!

Im Berliner Osten nichts Neues. Max singt schon in der Probe toll – wie erwartet. Auf der Bühne passiert bei seinem Auftritt aber auch nicht viel – wie erwartet. Max braucht kein Tamtam. Sein einziges Bühnenutenstil ist sein Hut. Die Bühne ist tief in Rot getaucht, fast etwas zu dunkel für meinen Geschmack. Auf dem Backdrop laufen die Silhouette von Max und einzelne Textzeilen in Schwarz-Rot – auch das hat man schon oftmals gesehen. Sehr dezente Pyro wird zum Ende des Songs nach oben geschossen. Ich persönlich höre es ja lieber, als dass ich es sehe… Auf dem Bildschirm wechseln Close-ups, Totale und Kamerafahrten ab. Selbst das wirkt vertraut.

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