Halle

Simmonscourt Pavillion der Royal Dublin Society

Moderation

Doireann Ni Bhriain

Wertung

11 Juror*innen pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7…3-2-1

Teilnehmer

20 Länder

Sieger

Vereinigtes Königreich

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

Finale
14. Vereinigtes Königreich
Vereinigtes Königreich Bucks Fizz Making Your Mind Up
136 1.
3. Deutschland
Deutschland Lena Valaitis Johnny Blue
132 2.
9. Frankreich
Frankreich Jean Gabilou Humanahum
125 3.
19. Schweiz
Schweiz Peter, Sue & Marc Io senza te
121 4.
12. Irland
Irland Sheeba Horoscopes
105 5.
18. Zypern
Zypern Island Monica
69 6.
5. Israel
Israel Habibi Layla
56 7.
17. Griechenland
Griechenland Yiannis Dimitras Feggari kalokerino
55 8.
11. Niederlande
Niederlande Linda WIlliams Het is een wonder
51 9.
15. Portugal
Portugal Carlos Paião Play-Back
15 9.
20. Schweden
Schweden Björn Skifs Fångad i en dröm
50 10.
6. Dänemark
Dänemark Debbie Cameron & Tommy Seebach Krøller eller ej
41 11.
16. Belgien
Belgien Emly Starr Samson
40 13.
10. Spanien
Spanien Bacchelli Y solo tu
38 14.
7. 🇯🇬
Jugoslawien Seid Memić-Vajta Leila
35 15.
8. Finnland
Finnland Riki Sorsa Reggae o.k.
27 16.
1. Österreich
Österreich Marty Brem Wenn du da bist
20 17.
2. Türkei
Türkei Modern Folk Trio & Aysegül Dönme dolap
9 18.
13. Norwegen
Norwegen Finn Kalvik Aldri i livet
0 20.
4. Luxemburg
Luxemburg Jean Claude Pascal C'est peut-être pas l'Amérique
4 41.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

20 Nationen beteiligten sich 1981 am ESC im Simmonscourt Pavillion der Royal Dublin Society. Jugoslawien kehrte nach vierjähriger Pause wieder zurück, und auch Israel war wieder dabei. Die Italiener glänzten durch Abwesenheit und drohten ganz beleidigt mit dem Ausstieg. Grund: Die EBU weigerte sich, das Sanremo-Festival über die Eurovision live zu übertragen. Anstelle der Italiener kam aber ein weiteres Land hinzu: Der griechische Teil Zyperns nahm zum ersten Mal teil. Die Gruppe Island erreichte bei der Premiere der Insel einen hervorragenden sechsten Platz. Marokko nahm nicht wieder teil. 

Die Moderatorin war Doireann Ní Bhriain, ist eine Radio-und Fernsehjournalistin. Sie begann ihre Karriere mit dem Vorlesen von Kindergeschichten im Fernsehen. Über 20 Jahre lang arbeitete sie für RTÉ und war eine jahrelange Reporterin für das Radioformat „Women Today“. Für ihre Radiotätigkeit wurde sie mit dem „Jacob’s Award“ ausgezeichnet. In jüngerer Zeit widmete sich mehr dem Festivalmanagement und dem kulturellen Tourismus, arbeitete als Vocal-Coach für Radio- und TV-Sprecher und sie sprach die Ansagen für die Dubliner Verkehrsbetriebe ein in Englisch und Gälisch. 

FAZIT

Belgien und die Niederlande, die genauso wie Deutschland und die Schweiz seit dem ersten ESC immer dabei gewesen sind, versuchten den Sieg mit Newcomern zu erringen. Linda Williams gewann überraschend die holländische Vorentscheidung vor Maribelle, die Belgierin Emly Starr galt als kommende Sängerin im flämischen Teil des Landes. 

Die Schweiz aber vertraute ein viertes Mal auf Peter, Sue & Marc. Sie sangen “Io senza te”, und beinahe wäre es ihnen gelungen, den zweiten Sieg für die Schweiz nach 26 Jahren zu holen. Nach einem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen landete das bekannte Trio auf dem vierten Platz. Peter, Sue & Marc sind die einzigen Künstler, die bei jeder Teilnahme in einer anderen Sprache sangen: 1971 in Französisch, 1976 in Englisch, 1979 in Deutsch und 1981 in Italienisch.

Der in Haiti geborene Sänger Jean Gabilou sang für Frankreich “Humanhum”. Erst bei der letzten Wertung überholte er die Schweizer und wurde glücklicher Dritter. Dies sollte für die 1980er Jahre die einzige TOP 5-Platzierung für die erfolgreichste Nation der 1950er und 1960er Jahren bleiben.

Finn Kalvik aus Norwegen beendete seinen Auftritt mit einer Nullrunde, wie auch 1978 Jahn Teigen in Paris.

Jean Claude Pascal wollte nach 1961 ein zweites Mal den Song Contest für sich entscheiden. Er sang für Luxemburg über die Kraft der Musik und er verglich sie mit der Weltmacht Amerika, “C’est peut-être pas l’Amérique”. Er landete zusammen mit Dänemark – wie auch 1979 vertreten durch Tommy Seebach  – auf dem 11. Rang. Jean Claude Pascal starb am 5. Mai 1992 an Lungenkrebs.

Björn Skifs aus Schweden war etwas erfolgreicher als 1978, obwohl er in einem Traum gefangen gehalten wurde („Fångad i en dröm“).

Marty Brem, Mitglied der Gruppe Blue Danube (Österreich 1980), sang “Wenn du da bist”. Vier junge Damen bemühten sich, ihn optisch zu unterstützen, indem sie in einer Choreographie und Kostümierung tanzten, die eher peinlich als schön war – das galt aber nicht für die drei Damen aus Irland, die Gruppe Sheeba, die in den effektvollsten Kostümen der Veranstaltung über das Horoskop sangen. Eine der drei Damen war Maxi, die schon 1973 für die grüne Insel ins Rennen ging.

Ganz knapp verfehlte die deutsche Teilnehmerin Lena Valaitis den Sieg. Nur vier Punkte fehlten ihr zum Höhepunkt ihrer Karriere. Der traurige Titel über den blinden Jungen namens “Johnny Blue” bekam aus jedem Land Punkte außer aus der Schweiz.

Die beiden Damen der Gruppe Bucks Fizz – eine davon Cheryl Baker, Mitglied der Gruppe Coco – mussten zwar die zweite Hälfte des Songs “Making Your Mind Up” in einem ganz kurzen Rock singen, sie wirkten aber mit den beiden Herren der Band sehr harmonisch. Und obwohl dieser Beitrag nur von zwei Jurys – Israel und Niederlande –  mit der Höchstwertung honoriert wurde, setzten sie sich zum Schluss an die Spitze. Vierter Sieg also für das britische Königreich, das bis dato zehn Mal auf Platz zwei kam.

 DIE TEILNEHMENDEN

1.
Österreich

Marty Brem „Wenn du da bist“
M. & T.:
Werner Böhmler
D.: Richard Österreicher
2.
Türkei

Modern Folk Trio &
Aysegül
„Dönme dolap“
M. & T.:
Ali Kotacepe
D.: Ohannes Tunc Boyaci
3.
Deutschland

Lena Valaitis ”Johnny Blue“
M.: Ralph Siegel
T.: Bernd Meinunger
D.: Wolfgang Rödelberger
4.
Luxemburg

Jean-Claude Pascal
„C’est peut-être pas
l’Amérique“
M.: Jean-Claude Petit,
Sophie Makhno
T.: Sophie Makhno,
Jean-Claude Pascal
D.: Joël Rocher
5.
Israel
Habibi „Layla“
M.: Shuki Levy
T.: Shlomit Aharoni,
Yuval Dor
D.: Eldad Shrem
6.
Dänemark

Debbie Cameron &
Tommy Seebach
„Krøller eller ej“
M.: Tommy Seebach
T.: Keld Heick
D.: Allan Botchinsky
7.
Dänemark

Seid Memić Vajta "Leila"
M. & T.:
Ranko Boban
D.: Ranko Rihtman
8.
Finnland

Riki Sorsa „Reggae o.k.“
M.: Jim Pembroke
T.: Olli Ojala
D.: Otto Donner
9.
Frankreich

Jean Gabilou "Humanahum"
M.: Jean-Paul Cara
T.: Joe Gracy
D.: David Springfield
10.
Spanien

Bacchelli „Y solo tu„

M. & T.:
Amado Jaen
D.: Juan Barcons
11.
Niederlande

Linda Williams "Het is een wonder"
M. & T.:
Baert van de Laar,
Cees de Wet
D.: Rogier van Otterloo
12.
Irland

Sheeba "Horoscopes"
M.: Joe Burkett
T.: Jim Kelly
D.: Noel Kelehan
13.
Norwegen

Finn Kalvik "Aldri i livet"
M. & T.:
Finn Kalvik
D.: Sigurd Jansen
14.
Ver. Königreich

Bucks Fizz "Making Your Mind Up"
M. & T.:
Andy Hill &
John Danter
D.: John Coleman
15.
Portugal

Carlos Paião "Play-Back"
M. & T.:
Carlos Paião
D.: Shegundo Galarza
16.
Belgien

Emly Starr "Samson"
M.: Kick Dandy
T.: Kick Dandy,
Penny Els
D.:Giuseppe Marchese
17.
Griechenland

Yiannis Dimitras „Feggari kalokerino“
M.: Yiannis Dimitras
T.: Yiannis Dimitras &
Yorgos Niarchos
D.: Yorgos Niarchos
18.
Zypern

Island "Monika"
M.: Doros Georghiades
T.: Stavros Sideras
D.: Michalis Rozakis
19.
Schweiz

Peter, Sue & Marc „Io senza te“
M.: Peter Reber
T.: Peter Reber &
Nella Martinetti
D.: Rolf Zuckowski
20.
Schweden

Björn Skifs "Fångad i en dröm"
M. & T.:
Björn Skifs,
Bengt Palmers
D.: Anders Berglund

DIE WERTUNG