Halle
Koncertna Dvorana Vatroslav Lisinski
Moderation
Helga Vlahović & Oliver Mlakar
Wertung
11 Juror*innen pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7…3-2-1
Teilnehmer
22 Länder
Sieger
Italien

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE
| Finale | |||
|---|---|---|---|
|
19.
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Italien Toto Cutugno
Insieme: 1992
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149 | 1. |
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14.
|
Frankreich Joëlle Ursull
White And Black Blues
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132 | 2. |
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8.
|
Island Stjornin
Eitt lag enn
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124 | 4. |
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13.
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Spanien Azúcar Moreno
Bandido
|
97 | 5. |
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7.
|
Vereinigtes Königreich Emma
Give a Little Love Back To The World
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87 | 6. |
| 15. 🇯🇬 |
Jugoslawien Tajci
Hajde da ludujemo
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81 | 7. |
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11.
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Dänemark Lonnie Devantier
Hallo, hallo
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64 | 8. |
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13.
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Deutschland Chris Kempers & Daniel Kovac
Frei zu leben
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60 | 9. |
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20.
|
Österreich Simone
Keine Mauern mehr
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58 | 10. |
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12.
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Schweiz Egon Egemann
Musik klingt in die Welt hinaus
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51 | 11. |
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3.
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Belgien Philippe Lafontaine
MacédoMienne
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46 | 12. |
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6.
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Luxemburg Céline Carzo
Quand je te rêve
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38 | 13. |
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21.
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Zypern Anastazio
Milas poli
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36 | 14. |
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5.
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Niederlande Maywood
Ik wil alles met je delen
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25 | 15. |
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18.
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Schweden Edin-? dahl
Som en vind
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24 | 16. |
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4.
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Türkei Kayahan Acar
Gözlerinin hapsindeyim
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21 | 17. |
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10.
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Israel Rita
Shara barechovot
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16 | 18. |
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2.
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Griechenland Christos Callow
Horis Skopio
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11 | 19. |
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9.
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Portugal Nucha
Há sempre alguém
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16 | 20. |
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8.
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Norwegen Ketil Stokkan
Brandenburger Tor
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9 | 21. |
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0.
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Finnland Beat
Fri?
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20 | 22. |
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Irland Liam Reilly
Somewhere In Europe
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17 | 132. |
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Als der Song Contest 1990 in Zagreb über die Bühne ging, ahnte noch keiner, welchen Verlauf die Geschichte Jugoslawiens in den kommenden Jahren nehmen würde. An diesem Abend sah alles noch friedlich und fröhlich aus. Dank der Hilfe zahlreicher Sponsoren meisterte das jugoslawische Fernsehen die Ausrichtung des Festivals, das von 500 Millionen Fernsehzuschauern mitverfolgt wurde. In der Vatroslav Lisinski- Konzerthalle traten wieder 22 Länder an.

Die beiden Moderatoren, Helga Vlahović & Oliver Mlakar, die im Vorfeld der Veranstaltung wegen Streitigkeiten mit dem jugoslawischen Fernsehen zeitweilig ihre Mitwirkung in Frage stellten, sagten zweisprachig an. Sie begrüßten die Fernsehzuschauer aller der Sendung angeschlossenen Nationen und hoben – im Jahr des Tourismus – den ESC als eine der wirkenden Kräfte für die europäische Vereinigung hervor.
Helga Vlahović arbeitete bereits während ihres Studiums von Deutsch, Englisch und Kunstgeschichte seit 1964 bei Radiotelevizija Zagreb und brach dann deswegen das Studium ab. Ab 1966 war sie Moderatorin von Fernseh-Unterhaltungshows sowie von Live-Events wie dem SopotFestival in Polen 1971. Ab 1972 moderierte sie im Frühstücksfernsehen und später eine Varieté-Show. Von 1978 bis 1980 organisierte sie die jugoslawische Ausgabe von „Spiel ohne Grenzen“. Sie verstarb 2012 im Alter von 67 Jahren.
Oliver Mlakar studierte Französisch und Italienisch und wurde dann 1965 Moderator bei Television Zagreb, wo er die erste jugoslawische Quizsendung moderierte sowie „Spiel ohne Grenzen“ und fünfmal die jugoslawische ESC-Vorentscheidung, von 1993 bis 2002 auch das jugoslawische“Glücksrad“.
FAZIT
Das politische Ereignis der letzten Monate aus europäischer Sicht war unbestritten die Wiedervereinigung Deutschlands. Sowohl der zum zweiten Mal für seine Heimat gestartete Norweger Ketil Stokkan, wie auch die österreichische Sängerin Simone bezogen die Thematik ihrer Lieder aus diesem Geschehen. Ketil Stokkan sang über das „Brandenburger Tor“ – aber ohne Erfolg. Die Botschaft des Liedes war wohl vielen Juroren nicht so eindeutig.
Die in St. Pölten/Niederösterreich geborene Sängerin Simone freute sich darüber, dass es keine Mauer mehr gab und dass dies vor einiger Zeit noch unvorstellbar gewesen wäre – sie beendete den Wettbewerb als Zehnte. Die 21-jährige Künstlerin bekam den Zuschlag des österreichischen Fernsehens, als Zweitplatzierte der nationalen Endausscheidung beim ESC aufzutreten, allein deswegen, weil der Siegertitel „Das Beste“, gesungen von der Gruppe Duett, nachträglich disqualifiziert wurde. Der hatte nämlich an einer Vorrunde der deutschen Vorentscheidung 1988 teilgenommen. Für Simone war der Auftritt beim ESC der Startschuss für eine Karriere in Österreich.
Azúcar Moreno aus Andalusien durften als Erste auf die Bühne, und da passierte schon die erste Panne. Denn zuerst fiel ihr Backgroundtrack aus, dann wurde er zu früh eingespielt, so dass der Dirigent Eduardo Leyva wie auch die beiden feurigen Spanierinnen nicht wussten, wann es wirklich los geht. Diese technische Panne sollte aber nicht daran schuld sein, dass es für den Titel „Bandido“ nur für den fünften Platz reichte. Die Mischung von Discomusik und Flamencoelementen klang zwar sensationell und originell, es war jedoch gewöhnungsbedürftig, zumindest für den Juroren.
Die 16-jährige Emma aus Großbritannien bat um ein bisschen Liebe für unsere Welt, während Philippe Lafontaine ein Lied über seine Frau, die aus Mazedonien kam, vortrug. Er verzichtete auf eine Veröffentlichung, da der Titel „MacédoMienne“ sehr persönlich sei.
Die Niederländer ließen sich von dem durchaus bekannten Duo Maywood vertreten, sie hatten aber wenig Glück. Dass die beiden Schwestern auch gerne teilen würden („Ik will alles met je delen“) half leider auch nicht, um eine bessere Platzierung als Rang 15 zu erreichen.
Die Gastgeber schickten Tajci ins Rennen, einen Marilyn-Monroe-Verschnitt, die bereit war, verrückte Sachen zu machen („Hajde da ludujemo“). Sie hatte sicherlich unter den männlichen Juroren die meisten Anhänger gefunden, darum reichte es zum siebten Platz.
Die deutschen Teilnehmer Chris Kempers und der gebürtige Jugoslawe (nicht weit von Zagreb geboren) Daniel Kovac beschäftigten sich in dem Ralph-Siegel-Song „Frei zu leben“ mit der Problematik der zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie konnten leider phonetisch nicht überzeugen und rutschten so gerade unter die ersten Zehn.
Neben der sinnlichen und ästhetischen israelischen Sängerin Rita gehörte die in Martinique geborene Französin Joëlle Ursull unbestritten zu den Attraktionen des Abends – das allein reichte aber nicht für den Sieg. In dem von Serge Gainsbourg getexteten Song „White And Black Blues“ befasste sie sich mit der Geschichte des schwarzen Volkes. Ihre effektvolle Darbietung erbrachte ihr zwar den zweiten Platz – gemeinsam mit dem Iren Liam Reilly, der eine Reise durch ganz Europa in drei Minuten vollendete. Sie konnte jedoch die Spitze der französischen Charts erobern, und auch im übrigen Europa war sie erfolgreich.
Genauso erfolgreich war auch der Sieger des Abends, Toto Cutugno aus Italien. Er sang übrigens auch über Europa und zwar über die Vereinigung Europas, die 1992 vollendet sein sollte. Er holte damit den zweiten Sieg für Italien mit einem Lied, das wirklich sehr viel Optimismus ausstrahlte – zumindest was die Zukunft der Europäer betraf, denn die Zukunft Italiens beim Song Contest sollte bekanntlich sehr düster aussehen bis zum vorübergehenden Ausstieg.
DIE TEILNEHMENDEN
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1.
Spanien Azucár Moreno „Bandido“ | M.: Raul Orellana, Jaime Stinus T.: José Luis Abel D.: Eduardo Leyva | |
| 2.
Griechenland Christos Callow „Horis Skopio“ | M.: Giorgios Paleokastritsis T.: G. Papagiannakis D.: M. Rozakis | |
| 3.
Belgien Philippe Lafontaine ”MacédoMienne“ | M. & T.: M.: Philippe Lafontaine D.: R. Brack | |
| 4.
Türkei Kayahan Acar „Gözlerinin hapsindeyim“ | M. & T.: M.: Kayahan Acar D.: U. Eroglu | |
| 5.
Niederlande Maywood „Ik wil alles met je delen“ | M. & T.: A. Maywood D.: Harry van Hoof | |
| 6.
Luxemburg Céline Carzo „Quand je te rêve“ | M.: Charles France T.: Thierry Delianis D.: Durber | |
| 7.
Ver. Königreich
Emma
„Give a Little Love Back To The World“ | M. & T.: Paul Curtis D.: Alyn Ainsworth | |
| 8. Island Stjornin „Eitt lag enn“ | M.: A.G. Olafsson T.: Adalfstein A. Sigurdsson D.: J.K. Seljeseth | |
| 9.
Norwegen Ketil Stokkan "Brandenburger Tor" | M & T.: Ketil Stokkan D.: Peter Knutsen | |
| 10.
Israel Rita "Shara barechovot" | M.: Rami Kleinstein T.: Tzuria Lahav D.: R. Levine | |
| 11.
Dänemark Lonnie Devantier "Hallo, hallo" | M.: John Hatting, Torben Lendager T.: Keld Heick D.: Hendrik Krogsgaard | |
| 12.
Schweiz Egon Egemann "Musik klingt in die Welt hinaus" | M. & T.: Cornelia Lackner D.: B. Balint | |
| 13.
Deutschland Chris Kempers & Daniel Kovac "Frei zu leben" | M.: Ralph Siegel T.: Michael Kunze D.: Rainer Pietsch | |
| 14.
Frankreich Joëlle Ursull „White And Black Blues“ | M.: George Augier de Moussac T.: Serge Gainsbourg D.: R. Dupré | |
| 15.
Jugoslawien Tajci "Hajde da ludujemo" | M.: Zrinko Tutić T.: Z. Tutić, Alka Vujica D.: S. Mihaljinec | |
| 16.
Portugal Nucha "Há sempre alguem" | M.: Jan van Dijck, Luis Filipe T.: Francisco, Frederico Teotonio Pereira D.: C.A. Monize | |
| 17.
Irland Liam Reilly "Somewhere In Europe" | M. & T.: Liam Reilly D.: Noel Kelehan | |
| 18.
Schweden Edin-? dahl „Som en vind“ | M. & T.: Mikael Wendt D.: Curt-Eric Holmquist | |
| 19.
Italien Toto Cutugno "Insieme: 1992" | M. & T.: Toto Cutugno D.: G. Madonini | |
| 20.
Österreich Simone „Keine Mauern mehr“ | M.: Marc Berry T.: Mario Bottazi D.: Richard Österreicher | |
| 21.
Zypern Anastazio "Milas poli" | M.: John Vickers T.: Anastazio D.: S. Selak | |
| 22.
Finnland Beat "Fri?" | M.: Beat T.: S. Engblom D.: O. Ahvenlahti | |
DIE WERTUNG

