Halle

Usher Hall

Moderation

Moira Shearer

Wertung

2 Juro*innen pro Land vor Ort – Jedes Jurymitglied bewertet jedes Lied mit bis zu fünf Punkten

Teilnehmer

18 Länder

Sieger

Luxemburg

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

Finale
17. Luxemburg
Luxemburg Vicky Leandros Après toi
128 1.
5. Vereinigtes Königreich
Vereinigtes Königreich The New Seekers Beg, Steal Or Borrow
114 2.
1. Deutschland
Deutschland Mary Roos Nur die Liebe lässt uns leben
107 3.
18. Niederlande
Niederlande Sandra & Andres Als het om de liefde gaat
106 4.
11. Österreich
Österreich The Milestones Falter im Wind
100 5.
12. Italien
Italien Nicola di Bari I giorni dell'arcobaleno
92 6.
7. Portugal
Portugal Carlos Mendes A festa da vida
90 7.
8. Schweiz
Schweiz Véronique Muller C'est la chanson de mon amour
88 8.
13. 🇯🇬
Jugoslawien Tereza Muzika i ti
87 9.
4. Spanien
Spanien Jaime Morey Amanece
83 10.
2. Frankreich
Frankreich Betty Mars Come-Comédie
81 11.
10. Finnland
Finnland Paevi Paunu & Kim Floor Muistathan
78 12.
14. Schweden
Schweden Family Four Haerliga sommardag
75 13.
6. Norwegen
Norwegen Grethe Kausland & Benny Borg Smaating
73 14.
3. Irland
Irland Sandie Jones Ceol an ghra
72 15.
15. Monaco
Monaco Anne-Marie Godart & Peter MacLane Comme on s'aime
65 16.
16. Belgien
Belgien Serge & Christine Ghisoland A la folie ou pas du tout
56 17.
9. Malta
Malta Helen & Joseph L-Imhabba
48 18.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Wer hätte je gedacht, dass Monaco aus finanziellen Gründen nicht in der Lage wäre, den Song Contest 1972 auszurichten? Dies teilte das monegassische Fernsehen zum Abschluss des ESC 1971 mit. Viele Länder und Kritiker reagierten sehr empört. Das britische Königreich übernahm zum vierten Mal die Austragung des größten Musikfestes Europas. Um den Fremdenverkehr auch in anderen Teilen der Insel zu fördern, entschied man sich nicht für London, sondern für die schottische Hauptstadt Edinburgh. Als Veranstaltungsort für den Wettbewerb war ursprünglich das englische Seebad Blackpool vorgesehen, aber wegen begrenzter Platzkapazitäten wurde der Wettstreit aus der Usher Hall übergetragen. Brasilien, Chile, Hongkong, Japan, die Philippinen, Taiwan und Thailand zeigten großes Interesse an der Übertragung des ESC.

Die Moderatorin Moira Shearer war ursprünglich Balletttänzerin, sie war Primaballerina an der Königlichen Oper Covent Garden, musste aber ihre Tanzkarriere aus gesundheitlichen Gründen aufgeben und wurde dann Schauspielerin. 2006 verstarb sie im Alter von 80 Jahren.

FAZIT

In diesem Jahr gab es die meisten Duette in der Geschichte des Song Contests: Sechs Länder schickten Duos ins Rennen. Vorjahressieger Monaco versuchte es mit Peter MacLane & Anne Marie Godard. Für Belgien starteten Serge & Christine Ghisoland. Das bekannte belgische Ehepaar hatte 1970 bei der nationalen Vorentscheidung mit dem Titel „Lai, lai, lai“ den vierten Platz belegt. Bis auf das holländische Paar Sandra & Andres blieben die anderen erfolglos.

Das Fest des Lebens („A festa da vida“) bedeutete für Carlos Mendes aus Portugal seinen eigenen Triumph. Denn er ersang bei seiner zweiten Teilnahme den siebten Rang, die beste Platzierung seines Landes bis dato. Die zweite Teilnahme war es auch für die schwedische Gruppe Family Four, die allerdings durch den Unfall von Maria Bergmann etwas gehandikapt war. Die Sängerin verstauchte sich während der Proben ihren Knöchel und musste im Gips auf die Bühne gehen. Die jugoslawische Sängerin Tereza, die 1966 noch für Monaco sang, brauchte nur die Musik und ihn („Muzika i ti“), um glücklich zu sein.  Für ihr Land Jugoslawien hatte sie mehr Glück als sechs Jahre zuvor: Platz 9.

Véronique Müller aus der Schweiz sang das Lied ihrer Liebe („C´est la chanson de mon amour“). Die österreichische Gruppe Milestones trat mit einem sehr zeitgemäßen Song, dem Titel „Falter im Wind“, auf. Diese Investition hatte sich wirklich gelohnt, da dieser Beitrag der fünftbeste des Abends war. Noch besser machte es Mary Roos aus Deutschland mit „Nur die Liebe lässt uns leben“. Sie kam als Erste auf der Bühne und zwar mit so viel Schwung, dass die Juroren ihren Optimismus mit dem dritten Rang honorierten.

Irland bracht mit Sandie Jones und „Ceal an ghra“ eine Tiel in gälischer Sprache, bisher zum ersten und letzten mal in der ESC-Geschichte. 

Die erste Fünf-Personen-Gruppe trat auf : die britische Band „The New Seekers“, die 1971 mit dem Titel “Never Ending The Song Of Love” einen Riesen-Hit hatte. 

Malta landete zum zweiten Mal auf dem letzten Platz, während Deutschland zum dritten Mal hintereinander den dritten Platz belegte.

Die gebürtige Griechin Vicky Leandros versuchte es nach 1967 erneut, und sie holte den dritten Sieg für Luxemburg. Böse Zunge behaupten, der Titel „Après Toi“ sei zuerst in Deutschland eingereicht und abgelehnt worden. Wenn das stimmt, dann hätte man viel früher gewinnen können. Der Sieg beim ESC 1972 war der Start einer bespiellosen Karriere, die bis heute andauert. Der Siegertitel wurde europaweit ein Hit.

DIE TEILNEHMENDEN

1. Deutschland

Mary Roos "Nur die Liebe lässt
uns leben"
M. & T.:
Joachim Heider
D.: Paul Kuhn
2.
Frankreich

Betty Mars „Comé-Comédie“
M. & T.:
Fréderic Botton
D.: Franck Pourcel
3.
Irland

Sandie Jones ”Ceol an ghra“„
M.: Joe Burkett
T.: Liam MacUistin
D.: Colman Pearce
4.
Spanien
Jaime Morey
„Amanece“
M.: Augusto Alguero
T.: Ramon Arcusa
D.: Augusto Alguero
5.
Ver. Königreich
The New Seekers „Beg, Steal Or Borrow“
M. & T.:
Tony Cole, Graeme Hall ,
Steve Wolfe
D.: Davic Mackay
6.
Norwegen

Grethe Kausland &
Benny Borg
„Smaating„
M. & .T.:
Kaare Groettum,
Ivar Boersum
D.: Carsten Klouman
7.
Portugal

Carlos Mendes "A festa da vida"

M.: José Calvario
T.: José Niza
D.: Richard Hill
8.
Schweiz

Véronique Muller „C’est la chanson de
mon amour“
M.: Véronique Muller
T.: Cathérine Desage
D.: Jean-Pierre Festi
9.
Malta

Helen & Joseph „L-imhabba“
M.: Charles Camilleri
T.: Albert Cassola
D.: Charles Camilleri
10.
Finnland

Paevi Paunu &
Kim Floor
„Muistathan“

M.: Juha Flinck &
Nacke Johansson
T.: Juha Flinck
D.: Ossi Runne
11.
Österreich

The Milestones „Falter im Wind“
M.: Richard Schönherz,
Manuel Rigoni
T.: Heinz Unger
D.: Erich Kleinschuster

12.
Italien

Nicola di Bari
"I giorni dell'arcobaleno"
M.: Piero Pintucci &
Nicola di Bari
T.: Dalmazio Masini
D.: Giampiero Reverberi
13.
Jugoslawien

Tereza „Muzika i ti“
M.: Nikica Kalogjera
T.: Ivica Krajač
D.: Nikica Kalogjera
14.
Schweden

Family Four „Haerliga sommardag“
M.: Haakan Elmquist
T.: Haakan Elmquist
D.: Mats Olsson
15.
Monaco

Anne-Marie Godart &
Peter MacLane
"Comme on s'aime"
M.: Raymond Bernard
T.: Jean Drejac
D.: Raymond Bernard
16.
Belgien

Serge & Christine
Ghisoland
„A la folie ou pas du tout“
M.: Daniel Nelis,
Bob Milan
T.: Daniel Nelis
D.: Henry Segers
17.
Luxemburg

Vicky Leandros "Après toi"
M. : Mario Panas &
Klaus Munro
T.: Klaus Munro &
Yves Dessca
D.: Klaus Munro
18.
Niederlande

Sandra & Andres „Als het om die
liefde gaat“
M.: Dries Holten
T.: Hans van Hemert
D.: Harry van Hoof

DIE WERTUNG