Halle

Palats Sportu

Motto

Awakening

Moderation

Maria Efrosinina (Masha) & Pavlo Shylko (DJ Pasha)

Wertung

Televoting – Die ersten zehn Titel bekommen jeweils die Punkte 12-10-8-7…3-2-1

Teilnehmer

39 Länder (Finale 24 / Semifinale 25)

Sieger

Griechenand

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

Finale – 21. Mai 2005
19. Griechenland
Griechenland Helena Paparizou My Number One
230 1.
3. Malta
Malta Chiara Angel
192 2.
4. Rumänien
Rumänien Luminita Anghel & Sistem Let Me Try
158 3.
11. Israel
Israel Shiri Maimon Hasheket shenish'ar
154 4.
23. Lettland
Lettland Walters & Kazha To Believe
153 5.
7. Moldau
Moldau Zdob și Zdub Boonika bate toba
148 6.
Serbien-Montenegro No Name Zauvijek moja
137 7.
22. Schweiz
Schweiz Vanilla Ninja Cool Vibes
128 8.
5. Norwegen
Norwegen Wig Wam In My Dreams
125 9.
18. Kroatien
Kroatien Boris Novković Vukovi umiru sami
115 11.
1. Ungarn
Ungarn Nox Forogj világ
97 12.
6. Türkei
Türkei Gülseren Rimi rimi ley
92 13.
21. Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina Feminnem Call Me
79 14.
20. Russland
Russland Natalia Podolskaja Nobody Hurt No One
57 15.
8. Albanien
Albanien Ledina Çelo Tomorrow I Go
53 16.
15. EJR Mazedonien
EJR Mazedonien Martin Make My Day
52 17.
9. Zypern
Zypern Constantinos Ela ela
46 18.
14. Schweden
Schweden Martin Stenmarck Las Vegas
30 19.
10. Spanien
Spanien Son de Sol Brujeria
28 21.
2. Vereinigtes Königreich
Vereinigtes Königreich Javine Touch My Fire
18 22.
24. Frankreich
Frankreich Ortal Chancun pense à soi
11 23.
17. Deutschland
Deutschland Gracia Run & Hide
4 24.
16. Ukraine
Ukraine Greenjolly Razom nas bahato
16 30.
13. Dänemark
Dänemark Jakob Sveistrup Talking To You
13 125.
Semifinale – 19. Mai 2005
25. Polen
Polen Ivan & Delfin Czarna dziewczyna
81 11.
23. Slowenien
Slowenien Omar Naber Stop
69 12.
8. Belarus
Belarus Angelica Agurbash Love Me Tonight
67 13.
22. Irland
Irland Donna & Joseph McCaul Love?
53 14.
10. Island
Island Selma If I Had Your Love
52 16.
3. Portugal
Portugal 2B Amar
51 17.
16. Finnland
Finnland Geir Rönning Why
50 18.
21. Bulgarien
Bulgarien Kaffe Lorraine
49 19.
12. Estland
Estland Suntribe Let's Get Loud
31 20.
1. Österreich
Österreich Global.Kryner Y así
30 21.
11. Belgien
Belgien Nuno Resende Le grand soir
29 22.
18. Andorra
Andorra Marian van de Wal La mirada interior
27 23.
6. Monaco
Monaco Lise Darly Tout de moi
22 24.
2. Litauen
Litauen Laura & The Lovers Little By Little
17 25.
9. Niederlande
Niederlande Glennis Grace My Impossible Dream
9 53.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN  

Nach Revolution und Wahl-Manipulation durfte man sehr gespannt sein, wie der ESC 2005 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ablaufen würde.  Das Motto „Awakening“ sollte das „Erwachen“ des Landes nach der friedlichen Revolution im Vorjahr thematisieren. Hut ab vor den Organisatoren – von der politisch angespannten Lage war in der ESC-Woche nichts zu merken. Die Stimmung war grandios, die Show lief perfekt – 21. Mai 2005 und endlich wieder ESC-Samstag, einer, dem es an Originalität und Ideenreichtum nicht fehlen sollte. 

Und wieder wurde der Teilnehmerreigen erweitert: Moldau und Bulgarien gaben sich die Ehre.

Die Moderation im Palats Sportu im Zentrum von Kiew übernahmen

Maria Efrosinina

, auch Masha genannt, und der als DJ Pasha bekannte

Pavlo Shylko

. 

Masha ist eine der berühmtesten und beliebtesten ukrainischen TV-Moderatorinnen. Sie begann ihre TV-Karriere mit 19 Jahren und wurde zweimal zur elegantesten Moderatorin gewählt. 2009 moderierte sie eine Castingshow.

DJ Pasha ist einer der größten ukrainischen Fernsehstars.Er begann als Radiomoderator und wurde mehrfach zum besten Radio-DJ gewählt. Er moderierte zahlreiche Show-Events, war mehrfach Olympia-Kommentator. Er hat Sprachen studiert und ein Buch herausgegeben „Englisch mit DJ Pasha“. Er kommentierte mehrfach den ESC  und schrieb 2006 den Text zum ukrainischen Beitrag.

FAZIT

Die ersten Vertreter aus Moldau bei ESC, die Gruppe Zdob și Zdub, sollte den Zuschauern auch gleich im Gedächtnis bleiben, denn sie machten aus ihrem Auftritt quasi ein Familientreffen und brachten die Oma im Schaukelstuhl mit auf die Bühne – diese durfte dann auch zwischenzeitlich für die Punkte trommeln. Das tat sie erfolgreich, denn Moldau kam sofort ins Finale und dort auf Platz sechs!

Demgegenüber scheiterte der zweite Neuling, Bulgarien, mit der Gruppe Kaffe bereits im Semifinale auf Platz 19. Ebenso scheiterte trotz massiver Promotion im Vorfeld die weißrussische Millionärsgattin Angelica Agurbash, da hatte auch die Anreise im Privatjet und der vor Ort verteilte herzzerreißende Lebenslauf der Dame (in dem sie ihren Aufstieg vom „Aschenputtel“ zum Star beschreibt) nichts genutzt.

Nicht nur für Moldau wurde getrommelt, auch die Gruppe Sistem trommelte, und zwar für die rumänische Vertreterin Luminita Anghel, was ihr für Rumänien die bis dato beste Platzierung einbrachte: Platz drei!

Originell und erfolgreich war die Idee von Walters & Kaza aus Lettland, ihre harmonische Ballade „The War Is Not Over“ zusätzlich zum Gesang in Gebärdensprache zu präsentieren. Das junge sympathische Männerduo schaffte so gerade den Einzug ins Finale und endete dort angenehm überraschend auf Platz fünf. 

Einen eigentlich weniger originellen, aber dafür sehr eingängigen Mid-Tempo-Pop präsentierte Jakob Sveistrup aus Dänemark mit „Talking To You“. Die Zuschauer sprachen zwar nicht direkt mit ihm, aber dafür mit der Telefonstimme, die ihre Anrufe zählte. Dänemark kam ins Finale, dort auf Platz zehn und war somit für 2006 direkt qualifiziert!

Shiri Maimon aus Israel trat auf, als wollte sie die Diva sein, die ihre erfolgreiche Siegerkollegin Dana International 1998 besungen hat. Sie trug „Hasheket shenish’ar“ sehr überzeugend und selbstbewusst vor, und ihre lange blonde wallende Mähne sowie die echte Diva-Robe waren einfach ein Augenschmaus – hinein ins Finale – und dort fast aufs Treppchen, Platz vier für Israel.

Glamourös liebten es auch Wig Wam aus Norwegen. In Schlaghosen, Plateauschuhen und Langhaarperücken à la 1970er Jahre sangen sie von ihren Träumen „In My Dreams“. Der Traum vom großen Sieg blieb leider aus, aber es reichte immerhin fürs Finale und dort für Platz neun. 

Viermal durften die ESC-Fans in diesem Jahr ein Wiedersehen mit bereits erfahrenen Contest-Teilnehmern feiern: zum einen mit Chiara aus Malta, die 1998 kein einfaches Los hatte, als sie mit ihrer Ballade „The One That I Love“ direkt hinter dem „wilden Guildo“ auftreten musste und dann aber doch Dritte wurde. Sie konnte sich sogar steigern – Silbermedaille für die wunderschöne Ballade „Angel“ aus Malta.

1996 schlug er noch mit den Wimpern um sich und verzauberte die Moderatorin Ingvild in Oslo, 2005 nahm Constantinos dann zu Ethno-Pop namens „Ela Ela“ den Stock in die Hand – er hätte lieber wieder per Blickkontakt Tuchfühlung zu seinem Publikum aufnehmen sollen, denn es reichte diesmal nur für Platz 18.

Noch weniger erfolgreich war die Silbermedaillen-Gewinnerin von 1999, Selma aus Island, denn ihr „If I Had Your Love“ wurde nur einmal aufgeführt, das war im Halbfinale und dort reichte es nur für Platz 16.

Den Reigen der Comeback-Kandidaten beschloss Helena Paparizou. 2001 wollte sie zusammen mit Antique für ihren Liebsten sterben und wurde für soviel Opferbereitschaft mit der Bronzemedaille belohnt. 2005 wollte sie die Nummer 1 sein – und Wille versetzt offensichtlich nicht nur Berge, sondern sorgt auf für Punkte. „My Number One“ war eine poppige Uptempo-Ballade mit typisch griechischen Elementen und tollen Tanzszenen. Nach der Fußball-EM und den Olympischen Spielen gab es jetzt verdient ESC-Gold für Griechenland. Mit 38 Punkten Vorsprung vor Malta war der Sieg deutlich. 

Ein weinendes und ein lachendes Auge gab es 2005 zweifelsohne für den Produzenten David Brandes, denn er hatte gleich zwei Eisen im Feuer. Eine der Flammen war Superstar 2003-Anwärterin Gracia mit „Run & Hide“ für Deutschland. Dem Motto dieses Titels hätte sie sicher gerne Folge geleistet, denn mit vier Punkten reichte es 2005 nur für den letzten Platz, Nr. 24 – direkt hinter Spanien (21), Ver. Königreich (22) und Frankreich (23). Die sogenannten BIG 4 fanden sich also gemeinsam an der roten Laterne wieder.

In Deutschland zog der NDR-Verantwortliche für den ESC, Dr. Jürgen Meier-Beer, kurz nach dem ESC die Konsequenzen und trat zurück (s. Interview unter „Presse“) 

Mit dem lachenden Auge konnte David Brandes dafür auf seine Mädels aus Estland schauen, die sich zu „Vanilla Ninja“ formiert hatten und für die Schweiz von „Cool Vibes“ sangen. Sie katapultierten die Schweiz erfolgreich zum ersten Mal seit 1993 wieder auf eine Top Ten-Position. Zwischenzeitlich lagen Vanilla Ninja sogar in Führung, letztendlich blieb es bei Platz acht. 

Man durfte also gespannt sein, was die in Großveranstaltungen gut trainierten Griechen aus dem ESC 2006 machen würden…

 DIE TEILNEHMENDEN – FINALE

1.

Ungarn
Nox „Forogj világ“
M.: Szabolcs Harmath
T.: Attila Valla
2.

Ver. Königreich

Javine "Touch My Fire"
M. & T.:
John Themis,
Javine Hylton
3.

Malta

Chiara ”Angel"
M. & T.:
Chiara Siracusa
4.

Rumänien

Luminita Anghel &
Sistem
„Let Me Try“
M. & T.:
Cristian Faur
5.

Norwegen

Wig Wam
„In My Dreams“
M. & T.:
Trond „Teeny“ Holter
6.

Türkei
Gülseren "Rimi rimi ley"
M.: Erdinç Tunç
T.: Göksan Arman
7.
Moldau

Zdob și Zdub "Boonika bate toba"
M.: Mihai Gancu
T.: Roman Lagupov
8.
Albanien

Ledina Çelo „Tomorrow I Go“
M.: Adrian Hilla
T.: Pandi Laço
9.
Zypern

Constantinos "Ela ela"
M. & T.:
Constantinos Christoforou
10.

Spanien
Son de Sol „Brujeria“

M. & T.:
Alfredo Panebianco
11.

Israel

Shiri Maimon "Hasheket shenish'ar"
M.: Pini Aaronbayev
T.: P. Aaronbayev,
Eyal Shachar
12.

Serbien-Montenegro

No Name "Zauvijek moja"
M.: Slaven Knezović
T.: Milan Perić
13.

Dänemark


Jakob Sveistrup
"Talking To You"
M. & T.:
Jacob Launbjerg,
Andreas Mørck
14.
Schweden

Martin Stenmarck "Las Vegas"
M. & T.: Niklas Edberger,
Johann Fransson,
Tim Larsson,
Tobias Lundgren
15.EJR Mazedonien

Martin „Make My Day“
M.: Dragan Kostić
T.: Branka Kostić
16.

Ukraine

Greenjolly
„Razom nas bahato“
M.: Roman Kalyn
T.: Roman Kostyuk &
Oleg Lanjak
17.Deutschland

Gracia „Run & Hide“
M.: David Brandes,
Jane Tempest
T.: John O’Flynn
(Bernd Meinunger)
18.

Kroatien

Boris Novković „Vukovi umiru sami“
M.: Franjo Valentić
T.: Boris Novković
19.

Griechenland

Helena Paparozou
„My Number One“
M.: Christos Dantis
T.: Christos Dantis ,
Natalia Germanou
20.Russland

Natalia Podolskaja
„Noboday Hurt No One“
M.: Viktor Drobysh
T.: M.S. Applegate,
J.P. Chase
21.Bosnien & Herzegowina

Feminnem „Call Me“
M. & T.:
Andrej Babić
22.Schweiz

Vanilla Ninja „Cool Vibes“
M.: David Brandes
T.: John O’Flynn
23.Lettland

Walters & Kazha „The War Is Not Over“
M. & T.:
Martins Freimanis
24.Frankreich

Ortal „Chacun pense à soi“
M.: Saad Tabainet
T.: Ortal

 DIE TEILNEHMENDEN – SEMIFINALE

1.

Österreich
Global.Kryner „Y así“
M.: Christof Spörk,
Edi Köhldorfer
T.: Christof Spörk
2.

Litauen

Laura & The Lovers „Little By Little“
M.: Bobby Ljunggren
T.: William „Billy“ Butt
3.

Portugal

2B ”Amar"
M. & T.:
José da Ponte,
Alexandre Honrado,
Ernesto Leite
4.

Moldau

Zdob și Zdub „Boonika bate toba“
M.: Mihai Gancu
T.: Roman Lagupov
5.

Lettland

Walters & Kazha
„The War Is Not Over“
M. & T.:
Martins Freimanis
6.

Monaco
Lise Darly "Tout de moi"
M.: Didier Fabre
T.: Phil Bosco
7.
Israel

Shiri Maimon "Hasheket shenish'ar"
M.: Pini Aaronbayev
T.: P. Aaronbayev,
Eyal Shachar
8.
Belarus

Angelica Agurbash „Love Me Tonight“
M.: Nikos Terzis
T.: Nektarios Tyrakis
9.
Niederlande

Glennis Grace "My Impossible Dream"
M.: Robert D. Fisher
T.: Bruce Smith
10.

Island
Selma „If I Had Your Love“

M.: Thorvaldur Bjarni
Thorvaldsson,
Vignir Snær Vigfússon
T.: Linda Thompson,
Selma Björnsdottir
11.

Belgien

Nuno Resende "Le grand soir"
M. & T.:
Alec Mansion,
Frédéric Zeitoun
12.

Estland

Suntribe "Let's Get Loud"
M. & T.:
Sven Lõhmus
13.

Norwegen


Wig Wam
"In My Dreams"
M. & T.:
Trond „Teeny“ Holter
14.
Rumänien

Luminita Anghel &
Sistem
"Let Me Try"
M. & T.:
Cristian Faur
15.Ungarn

Nox „Forogj világ“
M.: Szabolcs Harmath
T.: Attila Valla
16.

Finnland

Geir Rönning
„Why“
M.: Mika Toivanen
T.: Steven Stewart
17.EJR Mazedonien

Martin „Make My Day“
M.: Dragan Kostić
‚T.: Branka Kostić
18.

Andorra

Marian van de Wal „La mirada interior“
M.: Rafael Artesero
T.: Rafael Artesero,
Daniel Aragay,
Rafael Fernández
19.

Schweiz

Vanilla Ninja „Cool Vibes“
M.: David Brandes
T.: John O’Flynn
20.Kroatien

Boris Novković
„Vukovi umiru sami“
M.: Franjo Valentić
T.: Boris Novković
21.Bulgarien

Kaffe „Lorraine“
M.: Vesselin Vesselinov-Eko
T.: V. V.-Eko & Orlin Pavlov
22.Irland

Donna & Joseph McCaul „Love?“
M. & T.:
Karl Broderick
23.Slowenien

Omar Naber „Stop“
M.: Omar Naber
T.: Ursa Vlasić
24.Dänemark

Jakob Sveistrup „Talking To You“
M. & T.:
Jacob Launbjerg &
Andreas Mørck
25.Polen

Ivan & Delfin „Czarna dziewczyna“
M.: Lukasz Laser
T.: Ivan Komarenko,
Michael Szymanski

DIE WERTUNG – FINALE

DIE WERTUNG – SEMIFINALE