Halle
Tivolis Koncertsal
Moderation
Lotte Wæver
Wertung
10 Juror*innen pro Land – Punkte für die TOP 3
Teilnehmer
16 Länder
Sieger
Italien

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE
| Finale | |||
|---|---|---|---|
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11.
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Portugal Antonio Calvario
Oração
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11 | 0. |
| 13. 🇯🇬 |
Jugoslawien Sabahudin Kurt
Život je sklopio krug
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13 | 0. |
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14.
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Schweiz Anita Traversi
I miei pensieri
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14 | 0. |
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12.
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Italien Gigliola Cinquetti
Non ho l'étà
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49 | 1. |
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8.
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Vereinigtes Königreich Matt Monro
I Love The Little Things
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17 | 2. |
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15.
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Belgien Robert Cogoi
Près de ma rivière
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15 | 2. |
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10.
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Monaco Romuald
Où sont-elles passées?
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15 | 3. |
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1.
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Luxemburg Hugues Aufray
Dès que le printemps revient
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14 | 4. |
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6.
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Österreich Udo Jürgens
Warum nur, warum?
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11 | 6. |
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5.
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Finnland Lasse Mårtenson
Laiskotellen
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9 | 7. |
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3.
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Norwegen Arne Bendiksen
Spiral
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6 | 8. |
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4.
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Dänemark Bjørn Tidmand
Sangen om dig
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4 | 9. |
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2.
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Niederlande Anneke Grönloh
Jij bent mijn leven
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2 | 10. |
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16.
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Spanien Los TNT (Nelly, Tim & Tony)
Caracola
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1 | 12. |
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9.
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Deutschland Nora Nova
Man gewöhnt sich so schnell an das Schöne
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0 | 13. |
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7.
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Frankreich Rachel
Le chant de Mallory
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7 | 14. |
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
In Kopenhagen, der Hauptstadt Dänemarks, mit der Bronzestatue der Sirene, die nach einer der beliebtesten Märchenfiguren Andersens von E. Eriksen geschaffen wurde und am Hafen den Reisenden begrüßt, sammelte sich 1964 die Musikelite Europas. Zum ersten Mal wurde der Song Contest in einem skandinavischen Land ausgerichtet, desto ärgerlicher war es, dass Schweden in diesem Jahr keinen Vertreter entsenden konnte. Ein Streik der Künstlerschaft des Landes verhinderte eine Teilnahme. In letzter Minute wurde jedoch beschlossen, den Song Contest zu übertragen, da der Streik am 20.03.1964 beendet wurde. Stattdessen gab Portugal sein Debüt mit Antonio Calvario. Diese Teilnahme, ebenso wie die Spaniens, sorgte für viel Aufregung, weil das damalige politische System der beiden Länder in Skandinavien abgelehnt wurde. Trotzdem zeigten sich die Fernsehverantwortlichen beider Länder nicht bereit, den Beitrag des Landes zurückzuziehen. Das forderte den Organisatoren große Sorgfalt bei den Sicherheitsmaßnahmen ab und erforderte starke polizeiliche Präsenz rund um die Halle.

Die Moderation in der Konzerthalle des Vergnügungsparks Tivoli übernahm Lotte Wæver, eine der ersten Fernsehansagerinnen von Denmarks Radio (DR).
Das Punktesystem des vorigen Jahres wurde nicht weitergeführt. Nun sollten wieder nur die drei erstplatzierten Lieder von jeder nationalen Jury prämiert werden : Fünf Punkte für das beste Lied, drei Punkte fürs zweitbeste Lied, und das drittbeste Lied erhielt einen Trostpunkt.
FAZIT
Hugues Aufray aus Luxemburg eröffnete den musikalischen Teil des Abends. Sein Mut wurde mit dem vierten Rang honoriert. Anneke Grönloh aus den Niederlanden konnte wenig überzeugen, wie auch Arne Bendiksen aus Norwegen, dessen Sieg schon im nationalen Finale eine Sensation war. Denn dort galt als unbestrittene Favoritin die 17-jährige Wencke Myhre mit ihrem späteren Sommerhit „La meg være ung“. Der dänische Vertreter Bjørn Tidmand musste sich mit dem neunten Platz zufrieden geben.
Vom kühlen Norden führte die musikalische Reise ins Herz Europas. Österreich fand in der Person von Udo Jürgens einen würdigen Vertreter. Er stellte die Frage „Warum nur, warum?“, und die Juroren antworten mit einem hervorragenden sechsten Platz. Dieses Lied sollte das Startbrett für den 30-jährigen in Ottmanach/Kärnten in Österreich geborenen Sänger werden.
Der Star des Abends kam aus Großbritannien. Matt Monro hatte seit Anfang der 1960er Jahre einige Hits auf dem Markt – wie „Portrait Of My Life“, „My Kind Of Girl“, „From Russia With Love“ u.v.a. In Kopenhagen sang er über seine Vorliebe für die kleinen Dinge des Lebens, wurde jedoch nur Zweiter. Dafür hatte er allerdings mit der engllischen Fassung von Udo Jürgens‘ Titel, „Walk Away“, einen Riiesen-Hit.
Aus deutscher Sicht verlief dieser Song Contest sehr negativ. Denn Nora Nova ersang die erste Nullrunde eines deutschen Beitrags und bildete zusammen mit der Schweizerin Anita Traversi (deutsche Schlagerfestspiele 1963 Platz 2 mit dem Lied „Ob in Bombay, ob in Rio“), die nach 1960 schon zum zweiten Mal ihr Land vertrat, und den Vertretern Jugoslawiens und Portugals das Schlusslicht der Veranstaltung.
Stichwort Portugal: Man fuhr trotz Vorwarnungen nach Kopenhagen. Die Bombendrohung wurde zum Glück nicht in die Tat umgesetzt. Aber während der Ankündigung des belgischen Beitrags „Près de ma rivière“, gesungen von dem in Jugoslawien geborenen Sänger Robert Cogoi, gelang es einem Mann aus dem Publikum, auf die Bühne zu kommen und seine politische Überzeugung zu äußern: „Nieder mit Franco und Salazar“. Man konnte ihn zum Glück blitzschnell überwältigen und hinter die Bühne abführen.
Die 16-jährige Gigliola Cinquetti aus Italien behauptete in ihrem Song „Non ho l´étà“, dass sie zwar sehr jung sei, um zu lieben (was auch stimmte), aber ihr Siegeswille war so reif, dass sie mit einem gewaltigen Vorsprung den ersten Sieg Italiens unter Dach und Fach brachte. Ihr Siegertitel war gleichzeitig auch der Sanremo-Gewinner und wurde der Hit des Jahres überall in Europa – und Gigliola sollte über Jahre die jüngste Grand-Prix-Siegerin bleiben.
DIE TEILNEHMENDEN
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1.
Luxemburg Hugues Aufray „Dès que le printemps revient“ | M.: Hugues Aufray T.: Jacques Plante D.: Jacques Denjean | |
| 2.
Niederlande Anneke Grönloh „Jij bent mijn leven“ | M.: Ted Powder T.: René de Vos D.: Dolf van der Linden | |
| 3.
Norwegen Arne Bendiksen ”Spiral” | M.: Sigurd Jansen T.: Egil Hagen D.: Karsten Andersen | |
| 4.
Dänemark Bjørn Tidmand „Sangen om dig“ | M.: Aksel v. Rasmussen T.: Mogens Dam D.: Kai Mortensen | |
| 5.
Finnland Lasse Mårtenson „Laiskotellen“ | M.: Lasse Mårtenson T.: Sauvo Puhtila D.: George de Godzinsky | |
| 6.
Österreich Udo Jürgens „Warum nur, warum?“ | M. & T.: Udo Jürgens D.: Johannes Fehring | |
| 7.
Frankreich Rachel „Le chant de Mallory“ | M.: André Popp T.: Pierre Cour D.: Franck Pourcel | |
| 8.
Ver. Königreich Matt Monro „I Love The Little Things" | M.: Tony Hatch T.: Tony Hatch D.: Harry Rabinowitz | |
| 9.
Deutschland Nora Nova „Man gewöhnt sich so schnell an das Schöne“ | M.: Rudi von der Dovenmühle T.: Niels Nobach D.: Willy Berking | |
| 10.
Monaco Romuald „Où sont-elles passées?“ | M.: Francis Lai T.: Pierre Barouh D.: Michel Colombier | |
| 11.
Portugal Antonia Calvario „Oração“ | M.: Jodo Nobre T. : Francisco Nicholson, Rogério Bracinha D.: Kai Mortensen | |
| 12.
Italien Gigliola Cinquetti "Non ho l'étà" | M.: Nicola Salerno (Nisa) T.: Mario Panzeri D.: Gianfranco Monaldi | |
| 13.
Jugoslawien Sabahudin Kurt „Zivot je sklopio krug“ | M.: Srdjan Matijević T.: Raičković D.: Radivoj Spasić | |
| 14.
Schweiz Anita Traversi „I miei pensieri“ | M.: Giovanni Pelli T.: Sanzio Chiesa D.: Fernando Paggi | |
| 15.
Belgien Robert Cogoi „Près de ma rivière“ | M.: Robert Cogoi T.: Robert Cogoi D.: Henri Segers | |
| 16.
Spanien Los TNT (Nelly, Tim & Tony) „Caracola“ | M. & T.: Fina de Calderón | |
DIE WERTUNG
