Halle

Großer Sendesaal des HR

Moderation

Anaïd Iplicjian

Wertung

10 Juror*innen pro Land – 1 Punkt für den jeweiligen Favoriten

Teilnehmer

10 Länder

Sieger

Niederlande

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

Finale
6. Niederlande
Niederlande Corry Brokken Net als toen
31 1.
8. Frankreich
Frankreich Paule Desjardins La belle amour
17 2.
9. Dänemark
Dänemark Birthe Wilke & Gustav Winckler
10 3.
2. Luxemburg
Luxemburg Danièle Dupré Tant de peine
8 4.
4. Italien
Italien Nunzio Gallo Chorde della mia
7 6.
3. Vereinigtes Königreich
Vereinigtes Königreich Patricia Bredin All
6 7.
7. Deutschland
Deutschland Margot Hielscher Telefon, Telefon
7 8.
1. Belgien
Belgien Bobbejaan Scheupen Straatdeuntje
5 8.
10. Schweiz
Schweiz Lys Assia L'enfant que j'étais
5 9.
5. Österreich
Österreich Bob Martin Wohin, kleines Pony?
3 10.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Der Hessische Rundfunk stellte den Großen Sendesaal zur Verfügung für die Durchführung des Song Contests 1957.  DIe Moderatorin war die Schauspielerin Anaïd Iplicjian. Vertreter aus zehn Ländern kamen nach Frankfurt – unter anderen Großbritannien, Österreich und Dänemark – und kämpften am ersten Märzsonntag um die Musikkrone Europas. 

Der Sieger wurde ab diesem Jahr durch ein neu eingeführtes Wertungssystem ermittelt. In jedem Teilnehmerland saßen zehn Personen in einer Jury, die in verschiedene Altersgruppen eingeteilt waren. Jeder Juror konnte nur seinen Favoriten bewerten. Die Wertung wurde zum Schluss der Sendung telefonisch an die Moderatorin Anaïd Iplicjian durchgegeben. Es ist noch gerade gut gegangen mit den Telefonleitungen, denn Verständigungsprobleme gehörten zur Tagesordnung.

FAZIT 

Für die Schweiz sang die Gewinnerin des ersten Song Contests, Lys Assia, über ihre Kindheitserinnerungen. Sie konnte aber diesmal die Juroren in Europa nicht so richtig beeindrucken und wurde nur Achte.

Das Vereinigte Königreich Großbritanniens wurde von der Musicalsängerin Patricia Bredin vertreten. Sie trug ein operettenhaftes Lied vor. Die Spieldauer ihres Liedes “All” ist neben dem luxemburgischen Titel von 1956 “Ne crois pas” der kürzeste der Grand Prix Geschichte. Der Song des Italieners Nunzio Gallo “Corde della mia chitarra” dauerte über fünf Minuten. Das war der längste ESC-Titel.

Dänemark debütierte in diesem Jahr eindrucksvoll. Das dänische Fernsehen stellte das erste Duett in der ESC-Geschichte. Birthe Wilke & Gustav Winkler inszenierten ihr Lied in einer einmaligen Art und Weise. Beendet wurde dieser dramatische Vortrag mit einem langen Abschiedskuss zwischen den beiden, bevor das Schiff auf hohe See ging.

Für die bekannte deutsche Schauspielerin Margot Hielscher schrieb ihr Ehemann Friedrich Meyer den Titel “Telefon, Telefon”. Während ihres Vortrags hielt sie einen Telefonhörer in der Hand und versuchte, Kontakt zu ihrem Geliebten aufzunehmen. Diese Darbietung wurde mit dem vierten Rang belohnt.

Paule Desjardins aus Frankreich konnte ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden. Der Song über eine schöne Liebe landete auf dem zweiten Platz. Für die Niederlande wünschte sich Corry Brokken, dass alles so blieb wie vorher: “Net als toen”. Die im holländischen Breda geborene Sängerin absolvierte neben ihrer Gesangskarriere auch ein Jurastudium. 1957 nahm sie bereits zum zweiten Mal für ihre Heimat teil und gewann haushoch den ESC. Die große Karriere konnte beginnen. Im Jahr 1976 moderierte sie den ESC in Den Haag.

DIE TEILNEHMENDEN

1.
Belgien

Bobby Scheupen „Straatdeuntje“
M.: Harry Frekin
T.: Eric Franssen
D.: Willy Berking
2.
Luxemburg

Danièle Dupré „Tant de peine“
M.: Jean Pierre Kemmer
T.: Jacques Taber
D.: Willy Berking
3.
Ver. Königreich

Patricia Bredin „All”
M.: Reynell Wreford
T.: Alan Stranks
D.: Eric Robinson
4.
Italien

Nunzio Gallo „Chorde della mia
chitarra“
M.: Maria Ruccione
T.: Fiorelli Cavaliere
D.: Armando Trovaioli
5.
Österreich

Bob Martin „Wohin kleines Pony?“
M.: Kurt Svab
T.: Hans Werner & K.Svab
D.: Carl de Groof
6.
Niederlande

Corry Brokken „Net als toen“
M.: Guus Jansen
T.: Willy van Hemert
D.: Dolf van der Linden
7.
Deutschland

Margot Hielscher „Telefon, Telefon“
M.: Friedrich Meyer
T.: Ralph Maria Siegel
D.: Willy Berking
8.
Frankreich

Paule Desjardins
„La belle amour”
M.: Guy Lafarge
T.: Francis Caro
D.: Paul Durand
9.
Dänemark

Birthe Wilke &
Gustav Winckler
„Skibet skal sejle i nat“
M.: Géo Voumard
T.: Emile Gardaz
D.: Fernando Paggi
10.
Schweiz

Lys Assia
"L'enfant que j'étais"
M.: Géo Voumard
T.: Emie Gardaz
D.: Willy Berking

DIE WERTUNG