Halle
Teatro Real
Moderation
Laurita Valenzuela
Wertung
10 Juror*innen pro Land – Jedes Jurymitglied benennt seinen Favoriten
Teilnehmer
16 Länder
| Siegerländer: Spanien Vereinigtes Königreich Niederlande Frankreich | |
| Interpretin: Salomé Titel: „Vivo cantando“ Musik: Maria José de Cerato Text: Aniano Alcalde Interpretin: Lulu Titel: „Boom-Bang-A-Bang“ Musik: Alain Moorehouse Text: Peter Warner Interpretin: Lenny Kuhr Titel: „De troubadour“ Musik: David Hartsema Text: Lenny Kuhr Interpretin: Frida Boccara Titel: „Un jour, un enfant“ Musik: Émile Stern Text: Eddy Marnay | |

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE
| Finale | |||
|---|---|---|---|
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3.
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Spanien Salomé
Vivo cantando
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18 | 1. |
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11.
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Schweiz Paola del Medico
Bonjour, bonjour
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13 | 5. |
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6.
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Italien Iva Zanicchi
Due grosse lacrime bianche
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6 | 5. |
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4.
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Monaco Jean-Jacques
Maman
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11 | 6. |
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5.
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Irland Muriel Day & The Lindsays
The Wages of Love
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10 | 7. |
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9.
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Schweden Tommy Körberg
Judy min vän
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9 | 8. |
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13.
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Deutschland Siw Malmkvist
Primaballerina
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8 | 9. |
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10.
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Belgien Louis Neefs
Jennifer Jennings
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10 | 10. |
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2.
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Luxemburg Romuald
Cathérine
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7 | 11. |
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16.
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Finnland Jarkko & Laura
Kuin silloin ennen
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6 | 12. |
| 1. 🇯🇬 |
Jugoslawien Ivan
Pozdrav svijetu
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5 | 13. |
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15.
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Portugal Simone de Oliveria
Desfolhada Portuguesa
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4 | 15. |
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12.
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Norwegen Kirsti Sparboe
Oj, oj, oj, saa glad jeg skal bli
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1 | 16. |
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7.
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Vereinigtes Königreich Lulu
Boom Bang-A-Bang
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7 | 18. |
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8.
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Niederlande Lenny Kuhr
De troubadour
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8 | 18. |
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14.
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Frankreich Frida Boccara
Un jour, un enfant
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14 | 18. |
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Dass Politik manchmal sehr beeinflussen kann, spürte man schon 1964 in Dänemark. Damals waren weder Portugal noch Spanien wegen ihres Diktaturregimes willkommen. 1969 war das spanische Fernsehen für die Ausrichtung des Song Contests zuständig. Österreich nahm das zum Anlass, seine Teilnahme abzusagen, einerseits wegen der Politik des Gastgeberlandes, andererseits waren die Hinweise auf eine Kommerzialisierung des Wettbewerbs sehr eindeutig. Trotz eines anonymen Schreibens an diverse Botschaften und trotz der Ankündigung irgendwelcher Aktionen verlief der Song Contest sehr ruhig – vielleicht auch nur wegen eines enormen Polizeiaufgebots rund um das Teatro Real.

Die spanische Schauspielerin und Fernsehmoderatorin
Laurita Valenzuela
führte durch den Abend im Opernhaus von Madrid, dem „Teatro Real“.
Sie spielte in vielen spanischen FIlmen der 1950er Jahre mit, bevor sie dann bis in die 1990 Jahre als Moderatorin arbeitete.
FAZIT
Passend zum Auftakt des Abends war der jugoslawische Beitrag „Pozdrav svijetu“ (Grüße an die Welt). Ivan begrüßte die Zuschauer in Europa in mehreren Sprachen. Die 19-jährige Paola del Medico aus der Schweiz tat das Gleiche, aber nur in Französisch: „Bonjour, Bonjour“. Romuald trat zum zweiten Mal nach 1964 beim ESC an, dieses Mal für Luxemburg, und suchte nach einem Mädchen namens „Cathérine“. Vermisst haben dürfte er zum Schluss allerdings auch die Punkte, denn er konnte seinen dritten Platz für Monaco aus dem Jahr 1964 nicht verteidigen. Tommy Körberg aus Schweden sang auch über seine Freundin namens „Judy“.
Maria Rosa Marco, alias Salomé, betrat die Bühne, und das spanische Publikum jubelte. Mit einem von Salvadore Dali entworfenem Kulissenbild im Rücken ließ sie sich von ihrem Temperament tragen und gab ihren Song „Vivo Cantando“ zum Besten, um ganz nach vorne zu kommen. Der 11-jährige Jean Jacques widmete sein Lied allen Mamas der Welt und Muriel Day aus Irland besang den Lohn der Liebe („The Wages Of Love“).
Kirsti Sparboe aus Norwegen ging zum dritten Mal für ihre Heimat ins Rennen, sie konnte sich jedoch nicht verbessern. Die gebürtige Schwedin Siw Malmkvist, inzwischen auch in Deutschland sehr bekannt seit ihrem Sieg 1964 bei den Schlagerfestspielen mit „Liebeskummer lohnt sich nicht“, ging zum zweiten Mal ins Rennen. Zu dem engeren Favoritenkreis zählend, konnte sie die Erwartungen des deutschen Fernsehens nicht erfüllen. Nur Platz neun, allerdings ein besseres Ergebnis als für das eigene Land im Jahr 1960.
Lenny Kuhr aus den Niederlanden gehörte im Vorfeld zu den größten Favoriten auf den Sieg, was ihr auch gelungen ist. Sie war aber nicht die einzige Siegerin an diesem Abend, sondern eine von Vieren. Denn am Ende der Bewertung stand fest, dass vier Länder punktgleich auf dem ersten Platz lagen. Die Moderatorin des Abends, Laurita Valenzuela, stand ratlos auf der Bühne und wusste nicht, wie es weitergehen sollte – denn das war einmalig in der ESC-Geschichte. Da im Regelbuch der EBU das Stichwort „Gleichstand“ nicht erwähnt war, wurde der Sieg unter den folgenden Siegerländern geteilt:
Niederlande, Spanien – das als erstes Land den Song Contest zweimal hintereinander gewinnen konnte – Großbritannien und Frankreich.
Für das britische Königreich sang Lulu mit mädchenhafter Mine den Titel „Boom Bang–A–Bang“. Frankreich wurde von einer der bekanntesten Sängerinnen des Landes vertreten: Frida Boccara sang das anrührende und melancholische Chanson „Un jour, un enfant“. Für diese Darbietung kassierte sie den stärksten Applaus des Abends.
Da glücklicherweise vier Medaillen vorgehalten wurden, eine für den Sieger und drei für Komponisten und Autoren, konnten alle vier Siegerinnen diese mit nach Hause nehmen.
Die Kürung von gleich vier Siegertiteln führte zu erheblichen Protesten sowohl in den Medien als auch in den teilnehmenden Ländern, was zur Folge hatte, dass im nächsten Jahr die Teilnehmerzahl auf nur 12 Länder schrumpfte.
DIE TEILNEHMENDEN
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1.
Jugoslawien Ivan „Podrav svijetu“ | M. & T.: Milan Lentić D.: Miljenko Prohaska | |
| 2.
Luxemburg Romuald „Cathérine“ | M.: Paul Mauriat, André Borly T.: André Pascal D.: Augusto Alguero | |
| 3.
Spanien Salomé ”Vivo cantando“ | M.: Maria José de Cerato T.: Aniano Alcalde D.: Augusto Alguero | |
| 4.
Monaco Jean-Jacques „Maman“ | M. & T.: Jo Perrier D.: Hervé Roy | |
| 5.
Irland Muriel Day & The Lindsays „The Wages of Love“ | M. & T.: Michael Reade D.: Noel Kelehan | |
| 6.
Italien Iva Zanicchi „Due grosse lacrime bianche“ | M.: Piero Soffici T.: Daiano D.: Ezio Leoni | |
| 7.
Ver. Königreich Lulu "Boom Bang-A-Bang" | M.: Alan Moorehouse T.: Peter Warne D.: Johnny Harris | |
| 8.
Niederlande Lenny Kuhr „De troubadour“ | M.: David Hartsema T.: Lenny Kuhr D.: Frans de Kok | |
| 9.
Schweden Tommy Körberg „Judy min vän“ | M.: Roger Wallis T.: Britt Lindeborg D.: Lars Samuelson | |
| 10.
Belgien Louis Neefs „Jennifer Jennings“ | M.: Paul Quintens T.: Phil van Cauwenbergh D.: Francis Bay | |
| 11.
Schweiz Paola del Medico „Bonjour, bonjour“ | M.: Henry Mayer T.: Jack Stark D.: Henry Mayer | |
| 12.
Norwegen Kirsti Sparboe "Oj, oj, oj, saa glad jeg skal bli" | M.: Arne Bendiksen T.: Arne Bendiksen D.: Øivind Bergh | |
| 13.
Deutschland Siw Malmkvist „Primaballerina“ | M. & T.: Hans Blum D.: Hans Blum | |
| 14.
Frankreich Frida Boccara „Un jour, un enfant“ | M.: Emile Stern T.: Eddy Marnay D.: Franck Pourcel | |
| 15.
Portugal Simone de Olivera „Desfolhada Portuguesa“ | M.: Nuno Nazareth Fernandes T.: José Carlos, Ary dos Santos D.: Ferrer Trindade | |
| 16.
Finnland Jarkko & Laura „Kuin silloin ennen“ | M.: Toivo Kärki T.: Juha Vainio D.: Ossi Runne | |
DIE WERTUNG

