Halle

RAI Congrescentrum

Moderation

Willy Dobbe

Wertung

10 Juror*innen pro Land – Jedes Jurymitglied benennt seinen Favoriten

Teilnehmer

12 Länder

Sieger

Irland

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

Finale
12. Irland
Irland Dana All Kinds of Everything
32 1.
7. Vereinigtes Königreich
Vereinigtes Königreich Mary Hopkin Knock, Knock (Who's There?)
26 2.
11. Deutschland
Deutschland Katja Ebstein Wunder gibt es immer wieder
12 3.
2. Schweiz
Schweiz Henri Dès Retour
8 4.
5. Belgien
Belgien Jean Vallée Viens l'oublier
5 5.
10. Monaco
Monaco Dominique Dussault Marlène
10 5.
1. Niederlande
Niederlande Patricia & The Hearts of Soul Waterman
7 7.
6. Frankreich
Frankreich Guy Bonnet Marie Blanche
6 8.
9. Spanien
Spanien Julio Iglesias Gwendolyne
9 8.
3. Italien
Italien Gianni Morandi Occhi di ragazza
5 8.
4. 🇯🇬
Jugoslawien Eva Srsen Pridi, dala ti bom cvet
4 11.
8. Luxemburg
Luxemburg David Alexandre Winter Je suis tombé du ciel
0 12.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN  

Der erste Song Contest der 1970er Jahre musste eine große Krise überwinden. Die Entscheidung von Madrid, die Sprachregelung und das Wertungssystem sorgten für Unmut unter vielen Nationen. Die EBU unternahm kaum etwas dagegen. Das Wertungssystem blieb mit einer kleinen Änderung weiter bestehen: Sollten zwei oder mehrere Länder punktgleich auf dem ersten Platz liegen, so sollte dann erneut unter diesen Länder abgestimmt werden. Als Folge dessen verzichteten alle skandinavischen Länder auf ihre Teilnahme. Portugal schloss sich den Skandinaviern an, obwohl eine nationale Vorentscheidung bereits stattgefunden hatte. Gewonnen wurde sie von Sergio Borgès mit dem Titel “Onde vais rio que eu canto”. Österreich sagte seine Teilnahme wie auch 1969 wegen Erfolglosigkeit ab. Das Teilnehmerfeld reduzierte sich dadurch auf nur 12 Länder, die nach Amsterdam in das RAI Congrescentrum kamen.

Alle vier Siegerländer des Vorjahren zeigten kaum Interesses an der Ausrichtung des Wettbewerbs. Doch bei einer Auslosung erhielten die Niederlande den Zuschlag. Mit Hilfe der Technik gelang es dem niederländischen Fernsehen, ein tolles Programm auf die Beine zu stellen. Zum ersten Mal wurden die Künstler der teilnehmenden Länder vor ihrem Auftritt in einem Film vorgestellt.

Die Moderatorin

Willy Dobbe

war in den 1970er Jahren eine Moderatorin beim niederländischen Fernsehen. Sie moderierte danach noch die nationalen Vorentscheidungen 1971 und 1972 sowie die Spielshow „Zevensprong“.

FAZIT

Als haushohe Favoritin ging Mary Hopkin aus Großbritannien ins Rennen. Europaweit bekannt durch Lieder wie „Those Were The Days“, „Goodbye“ und auch durch ihre Teilnahme am Sanremo-Festival 1969 mit „Lontano degli occhi“, stand sie bei den britischen Buchmachern ganz oben. Weder der noch am Anfang seiner Karriere stehende und spätere Schwarm von Millionen Frauen Julio Iglesias für Spanien noch der Franzose Guy Bonnet und auch der neue Stern der deutschen Musikszene Katja Ebstein wurden so hoch gewettet wie die Britin. Katja Ebstein landete auf dem dritten Platz und erzielte damit das beste Ergebnis seit 1956 für Deutschland.

Die drei Schwestern der „Hearts Of Soul“ erreichten für die Niederlande den siebten Platz. 1977 versuchten sie es noch einmal als Mitglieder der Gruppe „Dream Express“ für Belgien. 1982 trat eine der Schwester, Stella, erneut für Belgien an und wurde Vierte. 

Die 17-jährige Slowenin Eva Sršen und auch die 16-jährige Dominique Dussault aus Monaco, weit nicht so attraktiv und verführerisch wie ihr Idol Marlene Dietrich, hatten keine Chancen auf den Sieg.

Denn gegen die in Londonderry (Nordirland) geborene Rosemary Brown alias Dana aus Irland konnte sich selbst Mary Hopkin nicht behaupten. Ihren Sieg verdankte die 18-jährige Irin auch der belgischen Jury, die für ihren Titel “All Kinds Of Everything”  neun von zehn möglichen Punkten vergab. Dana nahm nach dem Song Contest ihr Studium als Pädagogin auf und arbeitete seit 1975 als Grundschullehrerin in Dublin. Wegen einer Kehlkopferkrankung musste sie für längere Zeit ihre Gesangskarriere aufgeben. 1977 gelang ihr ein Comeback mit dem Titel „Fairytales“. Ebenfalls 1977 trat sie in der ZDF-Hitparade an mit dem Lied „Spiel nicht mit mir und meinem Glück“. In den 1990er Jahren stieg sie in die Politik ein und kandidierte für das Amt des Staatspräsidenten, allerdings ohne Erfolg. 

DIE TEILNEHMENDEN

1.
Niederlande

Patricia &
The Hearts of Soul
„Waterman“
M.: Pieter Goemans
T.: Pieter Goemans
D.: Dolf van der Linden
2.
Schweiz

Henri Dès „Retour“
M. & T.:
Henri Dès
D.: Bernard Gerard
3.
Italien

Gianni Morandi ”Occhi di ragazza“
M.: Lucio Dalla
T.: Gianfranco Baldazzi,
Sergio Bardotti
D.: Mario Capuano
4.
Jugoslawien
Eva Srsen
„Pridi, dala ti bom cvet“
M.: Mojmir Sepe
T.: Dusan Velkaverh
D.: Mojmir Sepe
5.
Belgien
Jean Vallée „Viens l’oublier„
M. & T.:
Jean Vallée
D.: Jack Say
6.
Frankreich

Guy Bonnet „Marie Blanche“
M.: Guy Bonnet
T.: Pierre André Dousset
D.: Franck Pourcel
7.
Ver. Königreich

Mary Hopkin "Knock, Knock,
Who's There?"
M.&.T.:
John Carter,
Geoff Stephens
D.: Johnny Arthey
8.
Luxemburg

David Alexandre Winter „Je suis tombé du ciel“
M.: Yves de Vriendt
T.: Eddie Marnay
D.: Raymond Lefèvre
9.
Spanien

Julio Iglesias „Gwendolyne“
M. & T.:
Julio Iglesias
D.: Benito Lauret
10.
Monaco

Dominique Dussault „Marlène“

M.: Eddie Barclay,
Jimmy Walter
T.: Henri Dijan
D.: Jimmy Walter
11.
Deutschland

Katja Ebstein „Wunder gibt es
immer wieder“
M.: Christian Bruhn
T.: Günter Loose
D.: Christian Bruhn
12.
Irland

Dana
"All Kinds of Everything"
M.& T.:
Derry Lindsay,
Jackie Smith
D.: Dolf van der Linden

 DIE WERTUNG