Halle

Palais des Congrès

Moderation

Denise Fabre & Léon Zitrone

Wertung

11 Juror*innen pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7…3-2-1

Teilnehmer

20 Länder

Sieger

Israel

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

Finale
18. Israel
Israel Izhar Cohen & The Alphabeta A-ba-ni-bi
157 1.
10. Belgien
Belgien Jean Vallée L'amour ça fait chanter la vie
125 2.
12. Türkei
Türkei Nazar Sevince
12 2.
6. Frankreich
Frankreich Joël Prévost Il y aura toujours des violons
119 3.
14. Monaco
Monaco Caline & Olivier Toussaint Les jardins de Monaco
107 4.
1. Irland
Irland Colm Wilkinson Born To Sing
86 5.
13. Deutschland
Deutschland Ireen Sheer Feuer
84 6.
17. Luxemburg
Luxemburg Baccara Parlez-vous français?
73 7.
15. Griechenland
Griechenland Tania Tsanaclidou Charlie Chaplin
66 8.
7. Spanien
Spanien José Velez Bailemos un vals
65 9.
8. Vereinigtes Königreich
Vereinigtes Königreich Coco The Bad Old Days
61 11.
3. Italien
Italien Ricchi e Poveri Questo amore
53 12.
11. Niederlande
Niederlande Harmony t is o.k.
37 13.
20. Schweden
Schweden Björn Skifs Det blir alltif vaerre framat natten
26 14.
19. Österreich
Österreich Springtime Mrs Caroline Robinson
14 15.
16. Dänemark
Dänemark Mabel Boom Boom
13 16.
5. Portugal
Portugal Gemini Dai-li-dou
5 17.
4. Finnland
Finnland Seija Simola Anna rakkaudelle tilaisuus
5 18.
2. Norwegen
Norwegen Jahn Teigen Mil etter mil
0 20.
9. Schweiz
Schweiz Carole Vinci Vivre
9 65.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Rekordzahl an Teilnahmen: 20 Länder, so viel wie nie zuvor, versammelten sich in Paris im Palais des Congrès. Griechenland und die Türkei traten zum erstenmal gemeinsam auf. Nur Jugoslawien zeigte kein weiteres Interesse. Nach 11-jähriger Pause kehrte auch das vierte skandinavische Land wieder zurück: Dänemark. Nach einer Umfrage des dänischen Fernsehens befürworteten 94 Prozent der Bevölkerung eine erneute Teilnahme beim Song Contest. Die Boygruppe Mabel sollte das vergessene Land wieder aus seinem Winterschlaf erwecken. Der 16. Rang war nicht gerade berauschend, trotzdem ließen sich die Dänen nie wieder davon abhalten, am Song Contest teilzunehmen.

Der ESC wurde live nach Dubai übertragen und auch nach Jordanien. Als sich abzeichnete, dass Israel gewinnen würde, blendete das jordanische Fersehen aus, angeblich aus technischen Gründen. Am nächsten Tag präsentierte man dort den Zweitplatzierten Jean Vallée aus Belgien als Sieger.

Das Orchester befand sich auf der Bühne. Alle Interpreten wurden vor ihrem Auftritt bei der Fahrt im Aufzug zur Bühne gezeigt. 

Erstmals in der ESC-Geschichte gab es ein Moderatorenpaar:
Dénise Fabre & Léon Zitrone.

Dénise Fabre begann als Sprecherin bei Télé Monte Carlo und arbeitete dann seit 1964 beim französischen Fernsehen ORTF. Sie spielte seit 1971 die Hauptrolle einer Taxifahrerin in der Serie „Madame êtes-vous libre?“,

Der russischstämmige Léon Zitrone kam als Kind mit seinen Eltern nach Frankreich und war beim französischen Sender RTF fast zwanzig  Jahre als Nachrichtensprecher tätig. Außerdem war er Kommentator bei großen Sport- und anderen Ereignissen. Er verstarb 1995 im Alter von 81 Jahren.

FAZIT

Für die Gastgeber war die Wertung eine Zitterpartie. In Falle eines Sieges des französischen Beitrags “Il y aura toujours des violons”, drohte den Franzosen eine Disqualifikation. Denn der Titel war schon zwei Jahren zuvor für die Vorentscheidung eingereicht worden. Es reichte zum Glück nur zum dritten Platz, knapp vor dem Ehepaar Caline & Olivier Toussaint.

Alte bekannte Gesichter und große Stars fehlten auch nicht. Aus Italien kamen Ricchi e Poveri. Luxemburg verpflichtete für seine Teilnahme das bekannte spanische Duo Baccara. Sie sangen in typischer Baccara-Manier “Parlez-vous français?”, was wohl die Juroren wegen des spanischen Akzents nicht so richtig verstanden haben und die beiden temperamentvollen Damen nur mit Platz sieben bedachten.

Für Deutschland sang Ireen Sheer über die Macht des Feuers, das in ihr brannte. Vom deutschen Fernsehen im Stich gelassen, bewies sie im entscheidenden Moment ihre Willensstärke und wurde mit Rang sechs belohnt.

Für Belgien ging Jean Vallée ins Rennen. Sein Titel „L´amour ça fait chanter la vie“ brachte nicht nur die Liebe zum Singen, sondern auch noch Punkte. Nach Platz acht im Jahr 1970 verbesserte er sich bis auf den zweiten Platz. Nie war ein belgischer Beitrag vorher so hoch gekommen.

Im Gegensatz zum belgischen Erfolg erzielte die britische Gruppe Coco die schlechteste Platzierung für Großbritannien bis dato. Mit Platz 11 verpasste der britische Beitrag „The Bad Old Days“ (Die schlechten alten Tage) zum erstenmal knapp die TOP 10.

Ein schlechter Tag wurde der Wettbewerb auch für Jahn Teigen aus Norwegen, der als erster Interpret seit Einführung des neuen Wertungssystem keinen einzigen Punkt erhielt. Er schrieb jedoch Geschichte, anders als Seija Simola aus Finnland, die Geheimfavoritin auf den Sieg. Sie wurde vorletzte und geriet in Vergessenheit.

Gewonnen hat das “Sorgenkind” der Eurovisionsfamilie: Izhar Cohen & die Gruppe Alphabeta holten den ersten Sieg für Israel. Nurit Hirsh war für die Musik zuständig und Ehud Manor schrieb den Refrain des Liedes „A Ba Ni Bi“ – aus dem Satz „Ani ochev otach“ (Ich liebe Dich) übersetzt in die sogenannte „B Sprache“, eine in Israel gebräuchliche Kindersprache. Nurit Hirsh ist die einzige Frau, die den Siegertitel nicht nur schrieb, sondern ihn auch dirigierte. Der Head of Delegation hatte allerdings zugegeben, dass man mit dem Siegerlied der nationalen Vorentscheidung nicht sehr glücklich gewesen sei. Izhar Cohen habe in Israel nur gewonnen, weil die Konkurrenz so grauenhaft gewesen sei. Der Sieg sorgte für frenetischen Jubel in der israelischen Delegation und auch bei den Fernsehzuschauern in Israel. Menschenmassen gingen auf die Straßen, sie umarmten sich und sie sangen „A-ba-ni-bi“. Ein Sieg erweckt nun mal Emotionen patriotischer Art.

 DIE TEILNEHMENDEN

1.
Irland

Colm Wilkinson „Born To Sing“
M. & T.:
Colm C.T. Wilkinson
D.: Noel Kelehan
2.
Norwegen

Jahn Teigen „Mil etter mil“
M. & T.:
Kai Eide
D.: Carsten Klouman
3.
Italien

Ricchi e Poveri ”Questo amore“
M.: Dario Farina &
Mauro Lusini
T.: Sergio Bardotti
D.: Nicola Samale
4.
Finnland
Seija Simola
„Anna rakkaudelle
tilaisuus“
M.: Reijo Karvonen
T.: R. Karvonen,
S. Simola
D.: Ossi Runne
5.
Portugal
Gemini „Dai-li-dou“
M.: Vitor Mamede
T.: Carlos Quintas
D.: Thilo Krassmann
6.
Frankreich

Joël Prévost "Il y aura toujours
des violons"
M.: Gérard Stern
T.: Didier Barbelivien
D.: Alain Goraguer
7.
Spanien

José Velez "Bailemos un vals"
M. & T.:
Ramón Arcusa &
Manuel de la Calva
D.: Ramón Arcusa
8.
Ver. Königreich

Coco „The Bad Old Days“
M. & T.:
Stephanie de Sykes,
Stuart Slater
D.: Alyn Ainsworth
9.
Schweiz

Carole Vinci "Vivre"
M.: Alain Morisod
T.: Pierre Alain
D.: Daniel Janin
10.
Belgien

Jean Vallée "L'amour ça fait
chanter
la vie"

M. & T.:
Jean Vallée
D.: Jean Muzy
11.
Niederlande

Harmony „‚t is o.k.“
M.: Eddy Owens
T.: Toon Gispen &
Dick Kooiman
D.: Harry van Hoof
12.
Türkei

Nazar "Sevince"
M. & T.:
Daghan Baydur,
Onno Tunç
D.: Onno Tunç
13.
Deutschland

Ireen Sheer "Feuer"
M.: Jean Frankfurter
T.: John Möhring
D.: Jean Frankfurter
14.
Monaco

Caline & Olivier
Toussaint
„Les jardins de
Monaco“
M.: Paul de Senneville,
O. Toussaint
T.: Didier Barbelivien,
Jean Albertini
D.: Yvon Rioland
15.
Griechenland

Tania Tsanaclidou "Charlie Chaplin"
M.: Sakis Tsilikis
T.: Yannis Xantoulis
D.: Haris Andreadis
16.
Dänemark

Mabel "Boom-Boom"
M. & T.:
Peter Nielsen,
Christian Have,
Michael Trempenau,
Otto Kulmbak,
Larsen
D.: Helmer Olesen
17.
Luxemburg

Baccara "Parlez-vous
français?"
M.: Rolf Soja
T.: Frank Dostal &
Peter Zentner
D.: Rolf Soja
18.
Israel

Izhar Cohen &
Alphabeta
"A-ba-ni-bi"
M.: Nurit Hirsh
T.: Ehud Manor
D.: Nurit Hirsh
19.
Österreich

Springtime "Mrs. Caroline
Robinson"
M.: Walter & Gerhard Markel
T.: W.&.G. Markel,
Norbert Niedermayer
D.: Richard Österreicher
20.
Schweden

Björn Skifs "Det blir alltid värre
framåt natten"
M. & T.:
Peter Himmelstrand
D.: Bengt Palmers

DIE WERTUNG