Halle

Harrogate Conference Centre

Moderation

Jan Leeming

Wertung

11 Juror*innen pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7…3-2-1

Teilnehmer

18 Länder

Sieger

Deutschland

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

Finale
18. Deutschland
Deutschland Nicole Ein bißchen Frieden
161 1.
15. Israel
Israel Avi Toledano Hora
100 2.
7. Schweiz
Schweiz Arlette Zola Amour on t'aime
97 3.
11. Belgien
Belgien Stella Si tu aimes ma musique
96 4.
8. Zypern
Zypern Anna Vissi Mono i agapi
85 5.
2. Luxemburg
Luxemburg Svetlana Cours après le temps
78 6.
4. Vereinigtes Königreich
Vereinigtes Königreich Bardo One Step Further
76 7.
9. Schweden
Schweden Chips Dag efter dag
67 8.
10. Österreich
Österreich Mess Sonntag
57 9.
12. Spanien
Spanien Lucia El
52 10.
17. Irland
Irland The Duskeys Here Today, Gone Tomorrow
49 11.
3. Norwegen
Norwegen Jahn Teigen & Anita Skorgan Adieu
40 12.
1. Portugal
Portugal Doce Bem Bom
32 13.
14. 🇯🇬
Jugoslawien Aska Halo, halo
21 14.
5. Türkei
Türkei Neco Hani?
20 15.
16. Niederlande
Niederlande Bill van Dyke Jij en ik
8 16.
13. Dänemark
Dänemark Brixx Video-video
5 17.
6. Finnland
Finnland Kojo Nuku pommiin
0 18.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Mitten in England, nur 200 Meilen nördlich von London, liegt die Stadt Harrogate. Die Stadt mit 65000 Einwohnern durfte sich über die Austragung des Song Contests 1982 freuen. Zum sechsten Mal übernahm die BBC die Ausrichtung des Song Contests, der von 30 Ländern verfolgt wurde. 18 Länder entsandten ihre Vertreter ins Harrogate Conference Centre.

Die Mittelmeerfraktion war erheblich geschwächt. Neben Italien, das noch immer pausierte, sagte auch Frankreich seine Teilnahme ab. Grund war die Übergabe der Rechte der Sendung durch den TV-Sender TF an A2F, der eine Teilnahme sofort ablehnte. Griechenland, auf Startposition zwei vorgesehen, musste seinen schon gewählten Beitrag zurückziehen. Die Kultusministerin Melina Mercouri bezeichnete das von Milli gesungen Lied als unwürdig, das Land zu vertreten, und forderte eine sofortige Absage.

Die Moderatorin war Jan Leeming. Ursprünglich arbeitete sie als Radio- und TV-Moderatorin in Australien und Neuseeland, bevor sie dann in den 1970er Jahren britische Regionalporgramme und Radiosendungen moderierte. Ab 1980 war sie auch Nachrichtensprecherin bei der BBC und in den 1990er Jahren moderierte sie eine Sendung im britischen Frühstücksfernsehen. 2006 nahm sie am britschen Dschungelcamp teil, wo sie Sechste wurde. 2016 spielte sie in der Serie „The Real Marigold Hotel“ 

FAZIT

Die Abwesenheit Griechenlands wurde zum Verhängnis für die zypriotische Vertreterin Anna Vissi, die dadurch eine bessere Platzierung verpasste. Für die Sängerin selbst aber war es ein weiteres Glanzlicht ihrer großartigen Karriere. In Harrogate erzielte sie die das beste Ergebnis für ihr Heimatland Zypern.

Unterricht in Sachen Französisch musste die Sängerin Stella über sich ergehen lassen. Sie ging für das wallonische Belgien an den Start, obwohl sie kein einziges Wort Französisch sprach. Dennoch konnte sie viel besser abschneiden als bei ihren beiden früheren Teilnahmen – 1970 für die Niederlande als Mitglied der Gruppe Hearts of Soul und 1977 für Belgien als Mitglied der Gruppe Dream Express. Mit “Si tu aimes ma musique” landete sie auf dem vierten Rang.

Eine Verbesserung und mehr als null Punkte gab es auch für den norwegischen Teilnehmer Jahn Teigen. Im Duett mit Anita Skorgan sang er eine traurige Ballade über das Ende einer großen Liebe. Er verabschiedete sich mit „Adieu“ und dem 12. Platz.

Und was passierte noch? Viel Mittelmaß und wenige Höhepunkte. Das Duo Mess aus Österreich freute sich im voraus auf den „Sonntag“. Avi Toledano sang über einen traditionellen israelischen Tanz namens „Hora“. Die Spanierin Lucia trug einen feurigen Tango auf der Bühne vor. Der schüchterne Junge des britischen Duos Bardo hatte nicht den Mut, seinem Herzblatt seine Liebe zu gestehen, und der türkische Sänger Neco fragte sich die ganze Zeit “Wo?” („Hani?“) – Wo blieben denn nur die Punkte?

Schweden schickte mit dem Duo Chips zwei Sängerinnen ins Rennen, die es danach solo noch einmal versuchten. Elisabeth Andreassen (1985 als Mitglied der Bobbysocks für Norwegen, 1994 und 1996) und Kikki Danielsson (1985). 

Der Finne Kojo wünschte sich, dass die Erde frei von Bomben wird und endlich Frieden herrscht. Die eher aggressive Musik des Songs “Nuku Pommiin” fand aber in keiner Jury Anhänger und bekam keinen einzigen Punkt.

Mehr Glück hatte ein 17-jähriges Mädchen aus Deutschland: Nicole bat auch um „ein bisschen Frieden, ein bisschen Freude für diese Erde, auf der wir wohnen“. Dies tat sie so überzeugend, dass sie zum Schluss mit 61 Punkten Vorsprung den ersten Sieg für Deutschland holte. Ihren Auftritt konnte man auch so beschreiben: “Auf der weißen Gitarre, die ihr jemand schenkte, da spielte sie, sie war ihr Freund”. Was sonst? Ob „Johnny Blue“ oder Nicole mit ihrer Friedensbotschaft – beide Songs wurden textlich von Bernd Meinunger gefertigt. Die Musik stammte von Ralph Siegel, der endlich am Ziel seiner Träume war. Nach Platz vier 1974 und 1979 und zwei zweiten Plätzen 1980 und 1981 gelang ihm der lang ersehnte Sieg. Nach diesem Erfolg wurde er der bis dato erfolgreichste Komponist in der ESC-Geschichte.

 DIE TEILNEHMENDEN

1.
Portugal

Doce „Bem bom“
M.: Antonio Pinho, Pedro
T.: Brito & Tose Brito
D.: Luis Duarte
2.
Luxemburg

Svetlana "Cours après le temps"
M.: Cyril Assous
T.: Michel Jouveaux
D.: Jean Claudric
3.
Norwegen

Jahn Teigen &
Anita Skorgan
”Adieu“
M.: Jahn Teigen
T.: Kom Baard Hansen
D.: Sigurd Jansen
4.
Ver. Königreich

Bardo
„One Step Further“
M.: Simon Jeffries
T.: Simon Jeffries
D.: Ronnie Hazlehurst
5.
Türkei
Neco „Hani?“
M.: Olcayto Ahmet Tugsuz
T.: O.A.,
Faik Tugzuz
D.: Garo Mafyan
6.
Finnland

Kojo "Nuku pommiin"
M.: Jim Pembroke,
Otto Donner
T.: Juice Leskinen
D.: Ossi Runne
7.
Schweiz

Arlette Zola "Amour on t'aime"
M.: Alain Morisod
T.: Pierre Alain
D.: Joan Hamils
8.
Zypern

Anna Vissi „Mono i agapi“
M. & T.:
Anna Vissi
D.: Martyn Ford
9.
Schweden

Chips "Dag efter dag"
M.: Lasse Holm
T.: Monica Forsberg
D.: Anders Berglund
10.
Österreich

Mess „Sonntag„

M.: Michael Mell
T.: Rudolf Leve
D.: Richard Österreicher
11.
Belgien

Stella "Si tu aimes ma
musique"
M.: Fred Bekky
T.: R. Brack, Bobott &
Jo May
D.: Jack Say
12.
Spanien

Lucia "El"
M. & T.:
Ignacio Roman,
Francisco Cepero
D.: Bruno M. Varina „Bilby“
13.
Dänemark

Brixx "Video-video"
M. & T.:
Jens Brixtofte
D.: Allan Botschinsky
14.
Jugoslawien

Aska "Halo, halo"
M.: Aleksandar „Sanja“ Ilić
T.: Miro Zec
D.: Zvonimir Skerl
15.
Israel

Avi Toledano "Hora"
M.: Avi Zoledano
T.: Yoram Tahar-Lev
D.: Brandes Nancy
16.
Niederlande

Bill van Dyke "Jij en ik"
M.: Dick Bakker
T.: Liselore Gerritsen
D.: Rogier van Otterloo
17.
Irland

The Duskeys „Here Today,
Gone Tomorrow“
M. & T.:
Sally Keating
D.: Noel Kelehan
18.
Deutschland

Nicole "Ein bißchen Frieden"
M.: Ralph Siegel
T.: Bernd Meinunger
D.: Norbert Daum

DIE WERTUNG