Halle

Olympic Indoor Arena

Motto

Feel The Rythm

Moderation

Maria Menounos & Sakis Rouvas

Wertung

Televoting – Die ersten zehn Titel bekommen jeweils die Punkte 12-10-8-7…3-2-1

Teilnehmer

37 Länder (Finale 24 / Semifinale 23)

Sieger

Finnland

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

Finale – 20. Mai 2006
17. Finnland
Finnland Lordi Hard Rock Hallelujah
292 1.
10.
Russland Dima Bilan Never Let You Go
248 2.
13. Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina Hari Mata Hari Lejla
229 3.
12. Rumänien
Rumänien Mihai Traistariu Tornerò
172 4.
22. Schweden
Schweden Carola Invincible
170 5.
14. Litauen
Litauen LT United We Are The Winners
162 6.
18. Ukraine
Ukraine Tina Karol Show Me Your Love
145 7.
24. Armenien
Armenien Andre Without Your Love
129 8.
16. Griechenland
Griechenland Anna Vissi Everything
128 9.
21. Irland
Irland Brian Kennedy Every Song Is a Cry For Love
93 10.
23. Türkei
Türkei Sibel Tüzün Süper Star
91 11.
11. EJR Mazedonien
EJR Mazedonien Elena Risteska Ninanajna
56 12.
5. Norwegen
Norwegen Christine Guldbrandsen Alvedansen
36 14.
4. Lettland
Lettland Cosmos I Hear Your Heart
30 16.
9. Dänemark
Dänemark Sidsel Ben Semmane Twist of Love
26 18.
15. Vereinigtes Königreich
Vereinigtes Königreich Daz Sampson Teenage Life
25 19.
2. Moldau
Moldau Arsenium & Natalia Loca
22 20.
6. Spanien
Spanien Las Ketchup Bloody Mary
18 21.
19. Frankreich
Frankreich Virginie Pouchain Il était temps
20 22.
3. Israel
Israel Eddie. Butler Together We Are One
4 23.
7. Malta
Malta Fabrizio Faniello I Do
1 24.
1. Schweiz
Schweiz Six4one If We All Give A Little
1 30.
8. Deutschland
Deutschland Texas Lightning No No Never
8 36.
20. Kroatien
Kroatien Severina Moja štikla
20 56.
Semifinale – 18. Mai 2006
12. Polen
Polen Ich Troje Follow My Heart
70 11.
7. Belgien
Belgien Kate Ryan Je t'adore
69 12.
23. Island
Island Silvia Night Congratulations
62 13.
6. Albanien
Albanien Luiz Ejlli Zjarr e ftohtë
58 14.
9. Zypern
Zypern Annet Artani Why Angels Cry
57 15.
3. Slowenien
Slowenien Anžej Dežan Mr. Nobody
49 16.
2. Bulgarien
Bulgarien Mariana Popova If We All Give A Little
36 17.
21. Estland
Estland Sandra Oxenryd Through My Window
28 18.
19. Portugal
Portugal Nonstop Coisas de nada
26 19.
17. Niederlande
Niederlande Treble Amambanda
22 20.
10. Monaco
Monaco Séverine Ferrer La Coco-Dance
14 21.
5. Belarus
Belarus Polina Smolova Mum
10 22.
4. Andorra
Andorra Jennifer Sense tu
8 23.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN  

Armenien nahm erstmals teil, Österreich und Ungarn hatten kein Interesse. Serbien-Montenegro wollte ursprünglich teilnehmen, aber da es Probleme bei der Auswahl des Liedes zwischen den beiden Landesteilen gab, zog man sich ganz zurück. So nahmen 37 Länder am Wettbewerb teil, aber Serbien-Montenegro durfte als 38. Land mit abstimmen.

Um Zeit zu sparen, wurden nur noch die Höchstpunktzahlen 8, 10 und 12 verlesen, die Punkte 1-7 wurden eingeblendet. Das Voting wurde eröffnet von Nana Mouskouri, ESC-Teilnehmerin 1963 für Luxemburg und griechischer  Weltstar. Die Bühne in der Olympiahalle von Athen war einer antiken Arena nachempfunden, und wie aus dem Olymp schwebten die Moderatoren von der Hallendecke auf die Bühne hernieder.

Und da gab es ein Wiedersehen mit dem Griechenland-Vertreter von 2004, Sakis Rouvas. In Begleitung von Maria Menounos führte er souverän durch das Programm – diesmal natürlich nicht ganz so körperlich aktiv mit Flic Flac und Hüftschwung, um die Kärtchen mit dem Ansagetext nicht durcheinander zu bringen.  

Maria Menounos wurde in Massachusetts als Tochter griechischer Einwanderer geboren und arbeitete schon als Schaupielerin in Hollywood, als Journalistin, Unterhaltungsreporterin und Sängerin sowie als Korrespondentin für die Sender Channel One und NBC. In jüngerer Zeit nahm sie auch als Wrestlerin an verschiedenen Matches teil.

Sakis Rouvas ist mit der erfolgreichste griechische Sänger und ein Superstar in Griechenland und Zypern. Er stammt von der Insel Korfu. Vor Beginn seiner musikalischen Karriere war er ein erfolgreicher Stabhochspringer. Er hat zahlreiche erfolgreiche Alben herausgebracht und trat auch schon im Pariser „Olympia“ auf. 2004 wurde er beim ESC in Istanbul Dritter. 2009 trat er noch einmal an und belegte Platz sieben.

FAZIT

Neuling Armenien schaffte es mit Andre und „Without Your Love“ gleich ins Finale und dort gleich auf Platz acht. Andorra blieb dagegen auch im dritten Anlauf erfolglos im Halbfinale stecken, hier konnten auch die Strapse und Korsetts der Background-Sängerinnen von Jenny nicht weiterhelfen. Das in „Sense tu“ besungene Gefühl kam einfach nicht rüber.

Ebenso fruchtlos setzte Island dieses Jahr auf schrill: sie sandten ihren Serienstar Sylvia Night nach Athen. Auch wenn „Congratulations“ das Finale nur um drei Plätze  verfehlte, wird immer umstritten bleiben, ob man zu diesem Auftritt gratulieren sollte. Die extravagante Künstlerin war allerdings eine schlechte Verliererin und schimpfte nach dem Semifinale vor der Halle heftig auf die Griechen. Zuvor hatte sie sich während der Proben bereits lautstark über die Techniker beschwert und sie als „F***ing Amateurs“ bezeichnet. 

Ralph Siegel versuchte es in diesem Jahr für die Schweiz mit einem sechsköpfigem Ensemble aus verschiedenen Ländern, u.a. aus Malta und Schweden (Andreas Lundstedt von Alcazar). „If We All Give A Little“ baten sie das Publikum, aber das wenige an Punkten reichte nur für einen geteilten Platz 16! 

Romantiker kamen 2006 wieder auf ihre Kosten. Annette Artani aus Zypern sang von weinenden Engeln „When Angels Cry“ – leider sollte sie nach diesem Halbfinale zu ihnen gehören (Platz 15 im Halbfinale). Auch Luiz Ejli aus Albanien konnte trotz schöner romantischer Bühnenstimmung mit „Zjarr e ftohte“ den Premieren-Erfolg seines Landes von 2004 nicht wiederholen (Platz 14 im Halbfinale).

Der große Fanfavorit im Vorfeld war Kate Ryan aus Belgien. Doch sie konnte mit „Je t’adore“ überraschenderweise das Finale nicht erreichen.

Dafür war Brian Kennedy aus Irland mit einer echten Kaminfeuer-Ballade namens „Every Song Is A Cry For Love“ erfolgreich. Sein Ruf nach Liebe wurde verstanden, schubste ihn ins Finale und dort auf Platz zehn. Das immer noch ungeschlagene ESC-Rekord-Siegerland Irland war seit 2000 endlich wieder unter den Top Ten! 

Hari Mata Hari aus Bosnien & Herzegowina und Dima Bilan aus Russland waren 2006 die beiden Interpreten, die den romantischen Herzschlag mit Abstand auf den Höchststand trieben. „Lejla“ aus Bosnien & Herzegowina wurde von wunderschönen Instrumenten und Background-Sängern in Weiß umrahmt und (70 Punkte hinter dem Sieger) mit der Bronzemedaille belohnt. Jungstar Dima Bilan aus Russland setzte noch einen drauf und ließ eine Ballerina aus einem von roten Rosen bedeckten weißen Flügel entsteigen – was die Stimmung in der Olympic Indoor Arena deutlich hörbar steigen ließ. „Never Let You Go“ wurde dafür mit Silber belohnt.  

Als großer Favorit wurde auch Jungstar und Stimmenwunder Mihai Traistariu aus Rumänien mit seinem Up-Tempo-Song „Tornerò“ gehandelt, er musste sich aber mit Platz vier zufrieden geben. Auf Platz fünf gab es ein Wiedersehen mit Carola aus Schweden (Siegerin 1991, Platz drei 1983). So ganz unbesiegbar wie sie es mit Hingabe und Inbrunst in „Invincible“ besang, war sie demzufolge doch nicht. 

Mit nicht weniger Inbrunst verausgabte sich die Lokalmatadorin Anna Vissi für Griechenland mit ihrem „Everthing“, und das schien sie wörtlich zu nehmen, denn sie gab wirklich alles! Doch auch das reichte nur für den neunten Rang.

Texas Lightning aus Deutschland versuchten es zwar nicht mit Romantik, sondern mit flottem Country-Pop. Sängerin Jane Comerford kokettierte fleißig mit Rüschen am rosa Kleid, imaginärem Lasso und Stiefelschwingen. „No No Never“ wurde zu einer tollen Vorstellung, erntete donnernden Applaus, war aber offensichtlich für den ESC zu exotisch – nur Platz 14 – punktgleich mit Norwegen –  war ein enttäuschendes Ergebnis.

Exotisch liebten es auch Treble aus den Niederlanden. Mit großer Hoffnung auf Erfolg versuchten sie, es dem Beispiel von Nachbar Belgien aus dem Jahre 2003 gleichzutun und sangen ihr trommeliges „Amambanda“ in einer Phantasiesprache – leider erfolglos, nur Platz 20 im Halbfinale.

Schlusslicht im Finale mit nur einem einzigen Punkt wurde Fabrizio Faniello aus Malta bei seinem zweiten Anlauf nach 2001.

Bei aller Romantik im ESC 2006 war es jedoch der exotischste Titel, der möglicherweise je zum ESC eingereicht wurde, welcher den Sieg davon trug und der Schallgrenze von 300 Punkten obendrein auch noch verdächtig nahe kam: 292 Punkte gab es für die Hardrock-Band Lordi aus Finnland und ihre verrückte – Verzeihung – verrockte Neuauflage „Hardrock Halleluja“ des Siegertitels von 1979. Sie gewannen bereits das Halbfinale und am ESC-Samstag deutete sich schon sehr früh an, wer das Rennen machen würde. An ein Einholen war für Bosnien & Herzegowina und Russland nicht zu denken. Aber wer wollte es den ESC-gebeutelten Finnen, einem der treuesten, aber auch erfolglosesten Teilnehmer-Länder des ESC, nicht gönnen, nach so vielen Jahren endlich einen Sieg davon zu tragen.

 DIE TEILNEHMENDEN – FINALE

1.

Schweiz
Six4one „If We All Give a Little“
M.: Ralph Siegel
T.: Bernd Meinunger
2.

Moldau

Arsenium feat.
Natalia Gordienko
„Loca“
M. & T.:
Arsenium
3.

Israel

Eddie Butler ”Together We Are One"
M.: Yaaquov Lamay
T.: Orly Burg,
Osnat Tsabag
4.

Lettland

Cosmos „I Hear Your Heart“
M.: Reinis & Andris Sejans
T.: Molly-Ann Leikin,
Guntars Racs
5.

Norwegen

Christine Guldbrandsen
„Alvedansen“
M.: Kjetil Fluge,
C. Guldbrandsen,
Atle Halstensen
T.: K. Fluge,
C. Guldbrandsen
6.

Spanien
Las Ketchup "Bloody Mary"
M. & T.:
Manuel „Queco“ Ruiz
7.
Malta

Fabrizio Faniello "I Do"
M. & T.:
Aldo Spiteri,
Fabrizio Faniello
8.
Deutschland

Texas Lightning „No No Never“
M. & T.:
Jane Comerford
9.
Dänemark

Sidsel Ben Semmane "Twist of Love"
M. & T.:
Niels Drevsholt
10.

Russland
Dima Bilan „Never Let You Go“

M.: Aleksandr Lunnev
T.: Karen Kavaleryan
11.

EJR Mazedonien

Elena Risteska "Ninanajna"
M.: Darko Dimitrov
T.: Rade Vrcakovski
12.

Rumänien

Mihai Traistariu "Torneró"
M.: Eduard Circota
T.: Cristian Hriscu,
Mihaela Deac
13.

Bosnien & Herzegowina


Hari Mata Hari
"Lejla"
M.: Željko Joksimović
T.: Fahrudin Pecikoza,
Dejan Ivanović
14.
Litauen

LT United "We Are The Winners"
M.: Andrius Mamontovas,
Saulius Urbonavicius
T.: A. Mamontovas,
Victor Diavara son,
Tobias Lundgren
15.Ver. Königreich

Daz Sampson „Teenage Life“
M. & T.:
Daz Sampson,
John Matthews
16.

Griechenland

Anna Vissi
„Everything“
M.: Nikos Karvelasi
T.: Anna Vissi
17.Finnland

Lordi „Hard Rock Hallelujah“
M. & T.:
Mr. Lordi
18.

Ukraine

Tina Karol „Show Me Your Love“
M.: Michael Nekrasov,
Tina Karol
T.: DJ Pasha
19.
Frankreich

Virginie Pouchain „Il était temps“
M.: David Brandes
T.: John O’Flynn
20.Kroatien

Severina
„Moja štikla“
M.: Boris Novković,
Franjo Valentić
T.: Severina Vucković
21.Irland

Brian Kennediy „Every Song Is a Cry
For Love“
M. & T.:
Brian Kennedy
22.Schweden

Carola „Invincible“
M.: Thomas G:son,
Bobby Ljunggren,
Henrik Wikström
T.: Thomas G:son
23.Türkei

Sibel Tüzün „Süper Star“
M. & T.:
Sibel Tüzün
24.Armenien

Andre „Without Your Love“
M.: Armen Martirosyan
T.: Catherine Bekian

 DIE TEILNEHMENDEN – SEMIFINALE

1.

Armenien
Andre „Without Your Love“
M.: Armen Martirosyan
T.: Catherine Bekian
2.

Bulgarien

Mariana Popova "Let Me Cry"
M.: Danail Milev
T.: Elina Gavrilova
3.

Slowenien

Anžej Dežan ”Mr. Nobody“
M.: Matjaz Vlasić
T.: Ursa Vlasić
4.

Andorra

Jennifer „Sense tu“
M.: Rafael Artesero
T.: Joan Anton Rechi
5.

Belarus

Polina Smolova
„Mum“
M. Sergey Sukhomlin
T.: Andrey Kostiugov
6.

Albanien
Luiz Ejlli "Zjarr e ftohtë"
M.: Klodian Qafoku
T.: Floran Kondi
7.
Belgien

Kate Ryan "Je t'adore"
M. & T.:
Kate Ryan,
Niklas Bergwall,
Niclas Kings,
Lisa Green
8.
Irland

Brian Kennedy „Every Song Is a Cry
For Love“
M. & T.:
Brian Kennedy
9.
Zypern

Annet Artani "Why Angels Cry"
M. & T.:
Petros Yiannaki
10.

Monaco
Séverine Ferrer „La Coco-Dance“

M.: J. Woodfeel
T.: J. Woodfeel,
Irène Bo
11.

EJR Mazedonien

Elena Risteska "Ninanajna"
M.: Darko Dimitrov
T.: Rade Vrcakovski
12.

Polen

Ich Troje "Follow My Heart"
M.: André Franke
T.: Michal Wisniewski,
William Lennox,
Real McCoy
13.

Russland


Dima Bilan
"Never Let You Go"
M.: Aleksandr Lunnev
T.: Karen Kavaleryan
14.
Türkei

Sibel Tüzün "Süper Star"
M. & T.:
Sibel Tüzün
15.Ukraine

Tina Karol „Show Me Your Love“
M.: Michael Nekrasov,
Tina Karol
T.: DJ Pasha
16.

Finnland

Lordi „Hard Rock Hallelujah“
M. & T.:
Mr. Lordi
17.Niederlande

Treble „Amambanda“
M. & T.:
Treble
18.

Litauen

LT United „We Are The Winners“
M.: Andrius Mamontovas,
Saulius Urbonavicius
T.: A. Mamontovas,
Victor Diavara
19.
Portugal

Nonstop „Coisas de nada“
M. & T.:
José Manuel Afonso,
Elvis Veiguinha
20.Schweden

Carola
„Invincible“
M.: Thomas G:son,
Bobby Ljunggren,
Henrik Wikström
T.: Thomas G:sonn
21.Estland

Sandra Oxenryd „Through My Window“
M.: Pearu Paulus,
Ilmar Laisaar,
Alar Kotkas
T.: Jana Hallas
22.Bosnien & Herzegowina

Hari Mata Hari „Lejla“
M.: Željko Joksimović
T.: Fahrudin Pecikoza,
Dejan Ivanović
23.Island

Silvia Night „Congratulations“
M.: Thorvaldur Bjarini
Thorvaldsson
T.: Silvia Night

DIE WERTUNG – FINALE

DIE WERTUNG – SEMIFINALE