Deutschland

Eurovision Song Contest – Das deutsche Finale

Deutschland

Halle

Studio Adlershof

Ort

Berlin

TV-Sender

SWR

Datum

28. Februar 2026

Moderation

Barbara Schöneberger & Hazel Brugger

VERTRETERIN FÜR DEUTSCHLAND

SARAH ENGELS

"FIRE"

Finale – 28. Februar 2026
Interpret*in/Titel
1. BELA
Herz (externe Website)
2. Dreamboys The Band
Jeanie (externe Website)
3. MYLE
A OK (externe Website)
4. Ragazzki
Ciao Raggazki (externe Website)
5. Laura Nahr
Wonderland (externe Website)
6. Malou Lovs
when I’m with you (externe Website)
7. wavvyboi
black glitter (externe Website)
8. Sarah Engels
Fire (externe Website)
9. Molly Sue
Optimist (Ha Ha Ha) (externe Website)
Superfinale
1. wavvyboi
black glitter (externe Website)
34,15 %2.
2. Sarah Engels
Fire (externe Website)
38,30 %1.
3. Molly Sue
Optimist (Ha Ha Ha) (externe Website)
27,55 %3.

Der erstmals unter SWR Federführung durchgeführte deutsche ESC-Vorentscheid „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026″ erzielte gestern – nach vorläufig gewichteten Quoten – im Ersten einen Marktanteil von 18,1% und damit die beste Einschaltquote seit 2002. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurde sogar ein Marktanteil von 27,4% erzielt, bei den 14- bis 29-Jährigen waren es herausragende 40,9%. Insgesamt schauten gestern – nach vorläufiger Gewichtung – im Schnitt 3,651 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer zu. In der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen waren es 1,086 Millionen, bei den 14- bis 29-Jährigen 323.000.  (Angaben des SWR)

Neue Head of Delegation ist Tina Sikorski. Laut SWR ist Sikorsi eine ausgesprochene Kennerin der Branche. Sie war früher an der Popakademie Baden-Württemberg und als Geschäftsführerin der Initiative Musik tätig. Über die kommende Vorentscheidung sagt sie: 

„Musik ist eine Sprache, die wir alle verstehen. Seit 70 Jahren zeigt uns der ESC, wie kraftvoll und magisch diese Verbindung sein kann, aber auch, wie kontrovers immer wieder um Themen gerungen wird. Ich freue mich sehr, dass wir mit der ARD den musikalischen Funken weitertragen. Beim deutschen ESC-Finale werden wir großartige Performances sehen und den perfekten Act finden, der Deutschland beim 70. Eurovision Song Contest leuchten lässt.“

Laut einem Interview des SWR-Programdirektors Clemens Bratzler (externe Website) legte der SWR beim deutschen Finale großen Wert auf die Inszenierungen der einzelnen Acts, denn der ESC sei längst kein reiner Musikwettbewerb mehr, sondern ein „Show-Wettbewerb“. 1300 Zuschauer*innen waren im Studio live dabei, erstmals g<b es auch  Stehplätze um die Bühne herum. Der Anspruch sei es, „die Acts visuell und dramaturgisch in einer möglichst exzellenten Form zu inszenieren, um schon im ‚Deutschen Finale‘ für ikonische Moment zu sorgen“.

Das Bühnenbild hat Florian Wieder entworfen, der auch für die ESC-Bühne in Wien verantwortlich zeichnet. In der Show ging es auch um das Jubiläum des ESC mit entsprechenden Ausschnitten. Die ARD plant dazu außerdem eine 90-minütige Dokumentation unter dem Titel „70 Jahre ESC – More than music“. DIese wird am 11. Mai 2026 um 20.15 Uhr in der ARD gezeigt (ab 9. Mai in der Mediathek).  Es wurde auch das Ergebnis der Abstimmung über den beliebstesten deutschen ESC-Beitrags (externe Website) bekanntgegeben.

Prominente Gäste waren Comedienne Carolin Kebekus, ESC-Legende Paola Felix, Schauspieler Hans Sigl, Abor & Tynna, die Gewinner des ESC-Vorentscheids 2025 sowie Michael Schulte, der Deutschland beim ESC 2018 vertreten hat.  

Dies sind die neun Acts im ausführlichen Porträt 

BELA (23)

Song: „Herz“

Text & Komposition: 

BELA, Jonas Mengler und Chris Cronauer

Ort:

 Berlin

Laura Nahr (25)
Song: „Wonderland”
Text & Komposition: Laura Nahr, Samuel Dick, Ningyuan Jiang, Sam Harper
Ort: Berlin

Dreamboys The Band”
Song: „Jeanie“
Text: 

Nina Caroline Wegener, Johanna Gußmagg, Philippa Kinsky, Janine Villforth

Komposition:

 Benedikt Schöller, Timothy Auld, Nina Caroline Wegener, Johanna Gußmagg, Philippa Kinsky, Janine Villforth

Ort:

 Berlin 

Malou Lovis (26)
Song: 
„when I´m with you”
Text & Kompositon: Malou Lovis Kreyelkamp, Louis Schoorl und Chelsee Grimes
Ort: Berlin

Malou Lovis ist eine Singer-Songwriterin mit einer sanften und zugleich kraftvollen Stimme, die berührt und im Gedächtnis bleibt. Aufgewachsen im Münsterland, entdeckte sie ihre musikalische Leidenschaft früh in einem Elternhaus voller Instrumente. Eine prägende Reise durch Spanien bestärkte sie schließlich darin, ihren eigenen Weg zu gehen – und führte sie auf die große TV-Bühne von „The Voice of Germany“, wo sie 2023 die 13. Staffel gewann. Im März 2025 veröffentlichte Malou Lovis ihr Debütalbum „things i wrote down last night“, auf dem sie in elf persönlichen Songs Themen wie Selbstfindung, Liebe, Verlust und Empowerment verarbeitet. Nach ihrer Teilnahme an „The Voice“ begleitete sie ihre Coaches Bill und Tom Kaulitz als Support-Act auf der Europatour von Tokio Hotel. Bevor sie das Jahr 2025 mit ihrer nahezu ausverkauften ersten eigenen Tour abschloss, folgte mit dem gemeinsamen Song „One More Day“ mit Tokio Hotel, der als Soundtrack zum Kinofilm „Momo“ eingesetzt wurde, ein weiteres musikalisches Highlight. Mit ihrem ESC-Song „When I’m With You“ erzählt Malou Lovis eine intensive Liebesgeschichte, die für sie persönlich in der Verbindung zwischen zwei Frauen verwurzelt ist. So thematisiert sie das Queersein und setzt damit ein klares Zeichen gegen Homophobie und Ausgrenzung und für Diversität. Durch ihre besondere Mischung aus Bodenständigkeit und künstlerischer Tiefe etabliert sich Malou Lovis als spannende neue Stimme der Poplandschaft, die ihre Werte lebt. Ihr moderner Sound und ihre ehrlichen Texte liefern dabei neue Impulse – emotional, verletzlich und gleichzeitig stark 

Molly Sue (25)
Song: „Optimist (Ha Ha Ha)“

Text & Komposition: 

Molly Sue, Chris James, Sam Harper

Ort:

 Laboe

MYLE (25)
Song: „A OK“
Text & Komposition:

 Milo Hoelz (MYLE), Iain James, Bovvary, Sacha Rudy

Ort:

 Berlin

MYLE steht für warmen, ehrlichen, gitarrengetragenen Pop mit einem erdigen und rohen Kern. Seine Musik ist nahbar und umarmend, gleichzeitig groß und hoffnungsvoll. Catchy Hooks treffen auf emotionale Tiefe. Songs, die bleiben, weil sie etwas fühlen lassen. Aufgewachsen im süddeutschen Ravensburg verbringt der Deutschamerikaner seine Sommer bei seinen Großeltern in New York. Im Wohnzimmer steht eine alte Jukebox. Sie spielt Folk, American Rock, Blues und Jazz und wird ganz nebenbei zum Anfang von allem. Jahre später stolpert MYLE über Popmusik und beginnt sich zu fragen, warum manche Songs ihn nicht mehr loslassen. Diese Neugier wird zu seiner treibenden Kraft.

Songs schreiben, verwerfen, weitermachen, bis daraus seine eigene Stimme entsteht, getragen von Gitarren und modernem Pop. Im Zentrum seines Schaffens stehen die „SMYLERS“. Sie sind mehr als nur Menschen, die seine Musik hören, sie sind eine Community, die auf MYLEs Geschichten reagiert, sich darin wiederfindet und eigene Erfahrungen in den Austausch einbringt. Diese Nähe spiegelt sich auch in seiner Offenheit wider.

MYLE spricht in seinen Songs ehrlich über Mental Health, seine Hoch- und Tiefphasen, Zweifel und Hoffnung und darüber, wie Musik ihm dabei hilft, wenn gerade alles wackelt. Der Dialog setzt sich häufig auch nach den Konzerten fort, in Gesprächen, Nachrichten und persönlichen Begegnungen. Dabei begegnet MYLE immer wieder sehr persönlichen Geschichten aus seiner Community. Eine dieser Begegnungen hat ihn besonders geprägt. Sein ESC Song „A OK“ ist nicht nur Hoffnungsträger seiner eigenen Reise, sondern entstand nach einem persönlichen Kontakt mit einer Person aus seiner Community, die sich in einer schweren mentalen Krise befand. Die Nähe und das Vertrauen dieses Austauschs ließen ihn nicht los. Neben dem Vermitteln professioneller Hilfe wollte MYLE selbst etwas beitragen und einen musikalischen Halt geben. So wurde „A OK“ zu einem persönlichen Hoffnungsschimmer und zu dem leisen Versprechen, dass selbst an den dunkelsten Tagen ein Weitermachen möglich ist und es irgendwann wieder „A OK“ sein kann.

Ragazzki
Song: „Ciao Ragazzki”

Komposition: 

Marti Fischer

Text:

 David Starosciak

Ort:

 Berlin

Sarah Engels (33)
Song: „Fire“
Komposition:
 Valentin Boes, Dario Schürmann, Raphael Lott, Luisa Heinemann
Text: Sarah Engels, Valentin Boes, Dario Schürmann, Raphael Lott, Luisa Heinemann
Ort: Köln

2011 wird Sarah Engels durch ihre erfolgreiche Teilnahme bei „Deutschland sucht den Superstar“ einem Millionenpublikum bekannt. Mit ihrer Final-Single „Call My Name“ erreicht sie Platz 2 der deutschen Charts und eine „Echo“-Nominierung. Ihr 2018 erschienenes Album „Zurück zu mir“ markierte einen Wendepunkt: Persönliche Balladen und moderne Sounds brachten ihr weitere Spitzenplatzierungen in den Charts.

Ihre Vielseitigkeit macht Sarah Engels zu einer der gefragtesten Künstlerinnen Deutschlands: Vom 2. Platz bei „Let’s Dance“ über ihre Siege bei „Das große Promibacken“, „The Masked Singer“ und „Dancing on Ice“ bis hin zu Engagements als Moderatorin, Schauspielerin und Synchronsprecherin. Zudem steht Sarah seit November 2025 in der Hauptrolle „Satine“ im erfolgreichen Musical „Moulin Rouge“ in Köln auf der Bühne. Ihre große Leidenschaft ist und bleibt aber die eigene Musik: Im August 2025 erschien ihr neues Album „Strong Girls Club“, das erstmals auch englischsprachige Titel enthält und einen neuen Abschnitt ihrer musikalischen Laufbahn einläutet. Das Album vereint gefühlvolle Balladen und energiegeladene Popsongs und setzt ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Empowerment.

Denn hinter all den Erfolgen steckt auch eine sehr persönliche Geschichte: Sarah Engels weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, nicht immer stark zu sein, an sich selbst zu zweifeln und den eigenen Wert erst finden zu müssen. Dieses Empowerment spiegelt sich auch in ihrem ESC-Song „Fire“ wider, der von der Befreiung aus belastenden Situationen erzählt und dazu ermutigt, für sich selbst einzustehen, Grenzen zu setzen und den eigenen Träumen zu folgen.

wavvyboi (27)
Song: „black glitter“

Komposition: 

Simon Vogt-Grande (wavvyboi)

Text:

 Cameron Louis Warren, Harlee Jayne Sudworth

Ort:

 Liechtenstein