Malik Multitasking

Die Proben beginnen nach Fixierung der letzten technischen Einstellungen mit rund 20-minütiger Verspätung – und Malik Harris macht, wie er es auch morgen tun muss, des Eisbrecher. Malik trägt zur heutigen Probe ein legeres, gelb-beiges T-Shirt und eine schwarze Hose. Am Anfang des Songs sitzt er mit einer Gitarre auf dem Rücken an einem sehr kleinen, reduzierten Klavier, das aus der Entfernung eher wie ein Keyboard wirkt. Wenn ich das richtig sehe, ist da auch eine Loopstation integriert. Nach dem anfänglichen Refrain steht Malik auf und spielt auch noch Drums – er hat also eine Menge zu tun… Auf der Videoleinwand leuchten zahlreiche Sterne, von den Seiten wird er im Sanna-Nielsen-Modus von Scheinwerfern angestrahlt –  nach und nach werden dann Bilder von früheren Auftritten des Sängers eingeblendet. Von Regisseur Ladislaus Kiraly werden einige Änderungswünsche in Sachen Hintergrund und Kameraeinstellungen angesprochen. Im finalen Durchgang kommt dann auch noch Bodennebel hinzu.

Insgesamt passiert außer diesem auf der Bühne nicht viel – allerdings was soll da auch passieren? Gesanglich ist da wenig bis gar nichts auszusetzen, die Backings kommen vom Band. Dennoch ertappe ich mich bei einer leichten Gänsehaut. Kein Wunder, Malik ist morgen auch mein Favorit.

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