Nicht aus dem Rahmen gefallen

eros atomus reiht sich in die vielen Acts der ESC-Historie ein, die ganz in Weiß auf der Bühne stehen. Oder ist sein Jäckchen leicht beige? Jedenfalls beginnt er mit einem Schlag auf seine Gitarre die Einzelprobe. Er steht in einem übergroßen Rahmen auf einem Podest, verlässt dieses dann nach dem ersten Refrain und kommt zumindest für die zweite Strophe nach vorne. Links und rechts von ihm erhält er Unterstützung von vier Musikern, die zumindest so tun, als würden sie spielen. Auch eine Windmaschine, die sein langes Haar leicht nach hinten bläst, erfüllt jedes ESC-Klischee und lässt unser Herz doch höher schlagen, oder? Der Hintergrund im Rahmen zeigt einen Sonnenuntergang.

Man kann vom Song halten, was man will: Stimmlich steckt Eros seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter heute mal locker in die Tasche. Das ist wirklich Champions League. Insgesamt ist aber auch die Performance leider eher Hausmannskost und die Geschichte des Songs schon sehr zeitig auserzählt – auch wenn er beim dritten Probendurchgang sogar mal kurz in rebellischer Manier die Bühne verließ und in den Greenromm wechselte. Oder hat er sich nur verlaufen?

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